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Lichtstimmungen

In letzter Zeit habe ich viel Freude daran die Lichtstimmungen in der Natur abzulichten. Es gibt Standorte an denen ähnlich wiederkehrende Lichtstimmungen zu bestimmten Uhrzeiten für den Fotografen planbar sind, auf andere trifft man wiederum zufällig.

Heute zeige ich Euch eine Auswahl an Lichtstimmungen auf die ich ohne vorherige Planung durch Zufall gestoßen bin und in zwei Fällen hatte ich sogar nicht einmal meine Digitalkamera dabei.

Sonnenuntergang in Bayern mit einem Iphone aufgenommen

Sonnenuntergang in Bayern mit einem iPhone aufgenommen

Ich bin kein Freund der Behauptung, dass heutige Smartphone Kameras die Qualität Digitalkameras komplett erreichen oder gar ersetzen können. Ich glaube eher, dass viele Hobbyknipser keine Vorstellung von wirklich professioneller Bildqualität einer höherwertigen Ausrüstung (primär gute Objektive) haben und diese Aussage eher in Bezug auf eine marktübliche Einsteigerkamera treffen.

Sonnenuntergang in Bonn mit dem iPhone aufgenommen

Sonnenuntergang in Bonn mit dem iPhone aufgenommen

Diese Qualitätsunterschiede fallen weniger ins Gewicht, wenn die Motiv Auswahl treffend ist und keine höherwertige Kamera nicht zur Verfügung steht. Schließlich sind manche Momente weder planbar noch wiederholbar und aus diesem Grund können auch mit dem Iphone oder einer einfachen Kompaktkamera tolle Bilder entstehen.

Wolkenstimmung zum Sonnenuntergang mit einer Kompaktkamera aufgenommen

Wolkenstimmung zum Sonnenuntergang mit einer Kompaktkamera aufgenommen

Mich berühren diese Bilder und ich erinnere mich an die besondere Stimmung die die jeweiligen Momente der Aufnahmen innehatten. Es wäre all zu schade, hätte ich nicht  im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt.

Stay tuned, Euer Gerhard 🙂

Wolkenstimmung zum Sonnenuntergang mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen

Wolkenstimmung zum Sonnenuntergang mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommen

 

Kein Meister fällt vom Himmel

Gute Fotos entstehen in einem bewussten Prozess und sind das Ergebnis von jahrelanger Übung und Erfahrung.  Man denke an einen Anfänger im Gitarren spielen, selbst die beste Gitarre der Welt würde keine brauchbaren Ergebnisse erzielen, wenn der Anfänger sich nicht mit mühevollen sich immer wiederholenden Übungseinheiten weiterentwickeln würde. Zuerst lernt man die richtige Haltung, dann die ersten Griffe, die Noten, ein gutes Gefühl für Rhythmus und vieles mehr. Erst mit der Zeit entwickelt sich der blutige Anfänger zum Fortgeschrittenen und schließlich mit viel Ehrgeiz zum Meister.

Ich fotografiere jetzt seit 2011/2012 ernsthaft und meine für gut befundenen Bilder fallen nicht vom Himmel. Ich musste mich mit Kunst beschäftigen, lernte die technischen Rahmenbedingungen (Blende, Zeit, IS0), sowie gestalterischen Basics (Perspektive, Bildaufteilung, Linienführung) eines guten Bildes. Diese Elemente der Fotografie übertrug ich auf meine Bildideen und allmählich gelangen aussagekräftigere Bilder.

Ich glaube nicht, dass man ein besonders gutes Auge besitzen, oder gar das beste Equipment einsetzen muss. Es kommt vielmehr darauf an, dass man die Situation des jeweiligen Motives richtig einschätzt und die richtigen Schlüsse zur erfolgreichen Bildgestaltung zieht. Über die Jahre hat sich ein alter Fotografentipp als Klug herausgestellt. Profifotografen raten dazu, dass man egal in welcher Situation immer eine Kamera bei sich trägt. Schließlich ist die beste Kamera immer diejenige die man bei sich trägt.

Zu Allerheiligen besuchte ich wieder den Renner See und eigentlich wollte ich aus Faulheit keine Kamera mit mir führen. Ich hatte diesen See schon aus vielen Perspektiven fotografiert und war mir sicher, bereits die beste Aufnahme geschossen zu haben.
Weit gefehlt, an diesem Tag war das erste Mal ein Angler mit einem Boot draußen am See und ich konnte die herbstlich romantische Stimmung nutzen und die Bildidee durch Ergänzung des Anglers deutlich besser herausarbeiten.

Nur durch Iteration und letztendlich die Überwindung meines inneren Schweinehundes gelang mir ein wirklich gutes Bild. Ich bin noch lange nicht an meinem Ziel angelangt, dennoch weis ich welchen Wert das ständige Üben und Auseinandersetzen mit der theoretischen Materie für mich bedeutet.

Zur Verdeutlichung dieser Entwicklung bilde ich hier heute drei meiner Aufnahme von diesem See ab. Ich wünsche mir, dass Euch meine Erfahrungen zum ständigen Üben und weiterentwickeln einladen.

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Die erste Aufnahme im Frühjahr 2011

Bild mit RAW Bearbeitung

Die zweite Aufnahme im Jahr 2012

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Die dritte Aufnahme im Herbst 2016

 

Stay tuned!
Euer Gerhard

 

Reisebericht KOS – Teil 1

Regen war seit Wochen angekündigt, doch an diesem Morgen zeigte sich Sankt Augustin wieder nur grau in grau mit Wolken überzogen. Meine Frau gut gelaunt, der Koffer gepackt, Kamera und Fotograf für jegliches Foto vorbereitet, jetzt konnte die Reise starten.

Die Anreise zum Flughafen Köln Bonn war mit dem komfortablen Taxi wie immer pünktlich, der Check-in und Security Prozess stand unmittelbar bevor. Angesichts des schnellen Check-in Vorgangs entschieden wir uns für ein ausgedehntes Frühstück.

Hätten wir bereits zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass unser Flug um eine Stunde verspätet in Bonn ankommt, wären wir von vorne herein später zum Flughafen gefahren. Wir überbrückten die Zeit mit Lesen und konnten dann zügig in das Flugzeug einsteigen.

Kaum gestartet, landeten wir nach einem etwa einstündigen Flug an unserem Zwischenstopp Zürich, wo wir mehrere Stunden auf unseren Flug nach KOS warten mussten. Zürich wird oft als Hauptstadt der Schweiz bezeichnet, richtig ist aber, dass die Hauptstadt der Schweiz die Stadt Bern ist. Unabhängig dessen präsentierte sich der Züricher Flughafen als ein hochmoderner und architektonisch durchgestylter Luxuseinkaufstempel.

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(c) gerhardposch.com

Meine Frau und ich konnten uns keine Luxus Uhr um siebentausend Schweizer Franken leisten und so hielten wir uns lediglich für die Mittagspause in der Sports Bar am Flughafen auf. Die restliche Zeit verbrachten wir wiederum mit Lesen und nutzen für zwei Stunden das kostenlose W-LAN Internet am Flughafen.

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(c) gerhardposch.com

Unser Flug wurde zum Boarding aufgerufen, der Flug sollte eine Premiere werden, wir flogen mit der für uns bis dahin unbekannten Edelweiss Air nach KOS. Mit dieser Airline waren wir sehr zufrieden, wir erhielten on Board ein super Service, konnten aus verschiedenen Tageszeitungen und dem Flugzeug eigenen Entertain Programm wählen und wurden darüber hinaus super verköstigt.

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(c) gerhardposch.com

Am Flughafen KOS gelandet mussten wir lange auf das Gepäck warten und wurden danach von der Reisebegleitung zu unserem Transferbus verwiesen. Kaum überraschend, war unser Hotel Astir Odysseus als letztes im Transferprogramm vorgesehen und so dauerte es noch bis halb zehn am Abend bis wir endlich an unserem Urlaubsziel angekommen waren.

Wie es uns dort die nächsten Tage erging, lest ihr hier in Kürze.

Stay tuned!
Euer Gerhard

 

 

Bonn|Lettore

Ich fotografiere und neuerdings rezensiere ich auch. Selbst vor einem Wörterbuch habe ich nicht halt gemacht und ein Wörterbuch hilft Euch sogar, wenn Ihr Einschlafschwierigkeiten haben solltet.

Mehr darüber gibt es auf Bonn|Lettore meinem zweiten Blog zu lesen.

Ich freu mich auf Euch,
Euer Gerhard

bonn|lettore

bonn|lettore Logo

Paar Shooting

Kürzlich durfte ich bei einem nachmittäglichen Shooting meinen Nachbarn und dessen Freundin vor die Linse nehmen. Vielmehr, mein Nachbar Simon hat das Logo dieses Blogs gestaltet und aus diesem Grund hatte ich versprochen ein paar tolle Bilder von Ihm und seiner Freundin zu fotografieren.

Als erstes machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Location und hatten nach kurzer Überlegung ein abgeerntetes Weizenfeld in der Nähe des Bonner Golfplatzes ausgewählt. Die erdigen und zugleich warmen Töne des Weizenfeldes unterstrichen die Ruhe des Ortes und gleichzeitig die Bodenständigkeit des jungen Paares.

Ganz in der Nähe des Weizenfeldes konnten wir eine Parkbank als weitere Location für unser Paar Shooting verwenden.

Am Anfang des Shootings war ich auf Grund eines technischen Problems mit meinem Aufsteckblitz ein wenig nervös, aber je mehr ich auf das Equipment verzichtete desto lockerer wurde ich. Die ungezwungene Arbeit mit dem Pärchen machte viel Spaß, wir konnten gemeinsam Ideen entwickeln und ausprobieren.

Bei diesem Shooting legte ich sehr viel Wert auf die Haltung der Hände, für mich sind die Hände ein Symbol der Verbunden- und Vertrautheit. Ich bewundere immer und immer wieder die tollen Bilder des weltberühmten Porträtfotografen Yousuf Karsh.
Yousuf Karsh legte sehr viel Wert auf die Betonung der Hände und gehört definitiv zu meinen ganz großen Vorbildern.

Nach dem Shooting wählte ich gemeinsam mit Simon und seiner Freundin die besten Bildern aus und entwickelte diese sehr warm. Ich bin ein wenig Stolz auf die Bilder, hatte ich doch lange großen Respekt vor der People Fotografie, jetzt machts mir mehr und mehr Spaß.

Ich wünsche ebenfalls viel Spaß bei Euren Aufnahmen, was auch immer Ihr fotografiert!

Stay tuned,

Euer Gerhard

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Leider (k)ein Foto

Neben der Fotografie gehört das Wandern neuerdings zu meinen Hobbies. Diese beiden Hobbies lassen sich super kombinieren, denn beim Wandern finden sich ohne große Suche zu jeder Jahreszeit tolle Motive.

An diesem Wochenende fuhren meine Frau und ich mit dem  Auto zum
Naturschutzgebiet ‚Wahner Heide‘ und starteten von dort aus zu einer der zahlreichen gekennzeichneten Touren. Jetzt wo der Frühling seine schönste Seite zeigt, bot die Wahner Heide einen Überfluss an Motiven die mir das Einfangen von tollen Bildern leicht machten.

Zuhause angekommen, den Computer gestartet, Speicherkarte in den Leser gelegt und dann kam die negative Überraschung. Auf der Speicherkarte waren keine Bilder gespeichert, alle meine Bilder waren verloren. :-/

Nach einem kurzen Check der Karte stellte sich heraus, dass die Speicherkarte einen Defekt hatte und neu formatiert werden musste. Selbst ein eilig heruntergeladenes Reparaturprogramm half nicht mehr die Bilder zu retten.

Ich werde beim Speicherkarten Kauf in Zukunft weniger auf den Preis denn mehr auf die Qualität der Speicherkarten achten und den Übertragungsprozess um einen Schritt minimieren.

In Zukunft werde ich die Digitalkamera direkt an den Computer anschließen und muss die Karte so nicht extra aus dem Gerät nehmen.

Ein Bild möchte ich Euch dennoch zeigen, mit meinem Smartphone habe ich einen ankommenden Zug in Siegburg fotografiert und dabei die Linienführung des Bahnsteigs bewusst genutzt um Dynamik ins Bild zu bringen. Ich habe das Bild in zwei Varianten ausgearbeitet un ich bin gespannt auf Euer Feedback!

Stay tuned,
Euer Gerhard

Links:
Bahnhof SIegburg/Bonn
Wahner Heide

ICE Beschnitten

ICE am Bahnhof Siegburg/Bonn

ICE_Hochformat

ICE am Bahnhof Siegburg/Bonn

Der Herbst und der UV Filter

Der Herbst und der UV Filter

Bis zum heutigen Tag hatte ich an all meinen Objektiven einen jeweilig passenden UV Schutzfilter angeschraubt. Als ich kürzlich einen YOUTUBE Beitrag von einem bekannten Fotografen zum Thema Fotografie Filter sah, riet dieser von der Verwendung des UV Filters ab.

Der Fotograf begründete dies vor dem Hintergrund der perfekt gerechneten Objektive bei denen ein zusätzliches ‚Glas‘ (Filter) die eigentlichen optischen Berechnungen zugrunde machen würde.

Ich habe heute von meinem Standardzoom Objektiv den Filter abgenommen und die Bildergebnisse von Bildern mit aufgeschraubten Filter verglichen. Das Ergebnis lässt den Schluss zu, daß ein aufgeschraubter UV Filter die Bildqualität verschlechtert. Ich kann Euch garantieren, dass ich nie billige Filter verwendet habe und, dass ich zukünftig – mit Ausnahmen – keine mehr verwenden werde.

Ein Einsatz macht für mich überhaupt nur mehr dann Sinn, wenn ich auf Reisen gehe oder in einem staubigen, sandigen, dreckigen Umfeld fotografieren muss. In allen anderen Situationen schütze ich meine Objektive mit der – immer – aufgeschraubten Gegenlichtblende.

Ich habe heute versucht ein paar Herbstimpressionen einzufangen und möchte Euch die heutigen Bilder nicht vorenthalten.

Welche Filter verwendet Ihr und was haltet Ihr vom Einsatz des UV Filters?

Stay tuned!
Euer Gerhard