Archiv der Kategorie: Farb Fotografie

Analoge/Digitale Fotografie mit dem Yashinon-DX 50mm F/1:2

Die guten alten Analog Zeiten

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe.Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte.

Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück.

Entgegen den heutigen Digitalbildern die man sofort am Kamera Display beurteilen kann, wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedingungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich.

Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen.

Ich besitze ein Yashica Objektiv und wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und damit verbunden wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen.

 

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe. Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte. Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück. Entgegen den heutigen Digitalbildern wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedinungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich. Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen. Neben meiner Zenith XP 12 und der HOLGA besitze ich auch noch eine Yashica Objektiv. Ich wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen. Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen: Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier) Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung Alle Bilder entstanden 'Out of the cam' im JPEG Format Kamera: Einsteiger DSLR - Canon EOS 1100 Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12 M-42 Adapter: Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (

EOS 1100D mit Auto Yashinon-DX 50mm f/1:2

Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen:

  • Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier)
  • Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung
  • Alle Bilder entstanden ‚Out of the cam‘ im JPEG Format
  • Kamera: Einsteiger DSLR – Canon EOS 1100
  • Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12

Inhalte:
1.) Zum Start
2.) Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv
3.) Grundlagen des M-42 Gewindes
4.) Der M-42 Adapter
5.) Beispielbilder
6.) Fazit


Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv

Beim Auto Yashinon-DX F/1:2 50 mm Objektiv handelt es sich um ein robust gebautes Objektiv. Das Objektiv wiegt mit seiner Metallbauweise gerade einmal 200 Gramm und liegt super in der Hand.

Das Objektiv ist über des gesamten Bereich leicht beweglich und rastet in ganzen Blendenstufen (bis F/16) ein. Der Fokus mit einer Naheinstellgrenze von einem halben Meter ist gleichmäßig leichtgängig. Es hat ein weiches Bokeh, eine milde Schärfe und einen weicheren Kontrast als heutige, moderne Objektive.

Mir gefällt an diesem Objektiv die originale Farbwiedergabe und das weiche Bokeh mit welchem man das gewählte Motiv super freistellen kann. Das fokussieren gelang bei großen Blendenstufen präzise und schnell. Bei den Blendenstufen elf und sechzehn gelang mir die Fokussierung leider nicht. Den Grund dafür kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass das vorhandene Licht zur Fokussierung nicht ausreicht.

Der derzeitige Preis für das gebrauchte Objektiv liegt bei rund 50 Euro.


Grundlagen des M-42 Gewindes

Die Schraubgewinde M39, M40 und M42 bilden den Vorläufer der heute am Markt üblichen Bajonettanschlüsse und wurden bis in die 1970er Jahre hergestellt. Vor allem das M42-Gewinde bietet auch heute noch einen günstigen Zugang zur analogen Spiegelreflex-Fotografie mit hochwertigen Optiken, die für andere Anschlüsse (neu wie gebraucht) meist teurer ausfallen.
In den USA spielt der T2-Anschluss eine ähnliche Rolle wie M42 in Europa. Weitere genormte Gewindeanschlüsse sind das C-Mount und das CS-Mount.

Quelle: Wikipedia


M-42 Adapter:

Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (<15 EUR) im Internet zu kaufen und er passt auf Grund seiner schmalen Bauweise in jede Fototasche. Es gibt den Adapter sowohl in der rein mechanisch als auch in der Variante mit Chip zu kaufen. Ich habe mich zur Variante mit dem Chip entschieden.

M-42 Adapter mit Chip

M-42 Adapter mit Chip

M42_AF_Chip (7 von 8)

Yashinon Objektiv mit aufgeschraubten M-42 Adapter

Im Gegensatz zur mechanischen Variante besitzt der elektronische Adapter einen Chip, der die AF-Bestätigung der Kamera aktiviert. Eine manuelle Fokussierung ist zwar noch notwendig. Sobald das Objektiv jedoch korrekt scharfgestellt ist, leuchtet im Kamerasucher das AF-Licht auf. Diese AF-Bestätigung hilft beim manuellen Scharfstellen.

Bei meiner EOS 1100D bin ich auf dieses AF Licht angewiesen, da der Austausch der Mattscheibe zur korrekten Fokussierung nicht möglich ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die besten Ergebnisse erzielt, wenn man ausschließlich den mittleren AF Punkt verwendet.

Die Blendeneinstellung erfolgt manuell am Yashica Objektiv (F/2.0 – F/16). Die Belichtungszeit kann entweder manuell an der Kamera eingestellt oder im Zeitautomatik-Modus (Blendenpriorität) von der Kamera berechnet werden.

Vereinzelt kommt es vor, dass die Kamera das Objektiv nicht richtig erkennt, oder eine Fehlermeldung ‚Error‘ anzeigt. In diesem Fall rate ich Dir die Kamera auszuschalten, das Objektiv kurz abzunehmen und wieder anzuschrauben.

Solche Adapter gibt es natürlich auch für andere Kamerahersteller wie Nikon und Sony.


Die Beispielbilder

Die Bilder habe ich allesamt im JPEG Format aufgenommen. Ich wollte Euch damit einen so realitätsnahen und unverfälschten Eindruck zur Wiedergabequalität des Objektivs wie möglich gewährleisten. Mir ist bewusst, dass es noch viele andere Einflussfaktoren zur Wiedergabequalität beitragen, für einen ersten Eindruck sollten diese Bilder allerdings ausreichen.

 

 

Fazit:
Die Arbeit mit dem Yashica Objektiv hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Objektiv werde ich sicher weiter behalten und hin und wieder einsetzen. Dennoch überwiegen für mich auf Grund der technischen Restriktionen die Vorteile der modernen Digitalfotografie.

Die analoge Anmutung der Bilder erinnert mich immer wieder an die ersten Gehversuche mit meiner Canon AE-1 und an die zahlreichen Fotodosen die ich als Jugendlicher immer zum Entwickeln gebracht habe.

Euch wie immer ein gutes Licht!
Euer Gerhard

Zum Start

Zitat der Woche (8) / Detlev Motz

Heute ein Zitat von Detlev Motz welches mir auf Grund der beinhaltenden Ironie besonders gut gefällt.
Ich liebe es durch meinem Fotoarchiv zu blättern und sehe neben wunderschönen Erinnerungen  auch die fotografischen Fortschritte über die letzten Monate und Jahre gemacht habe. Diese fotografischen Fortschritte motivieren mich Zeit in dieses wirklich tolle Hobby zu investieren.Ob ich meine Fotos mitnehmen darf, wenn ich mal das Zeitliche segne?


 

„Fotografieren Sie Ihr Leben – wenn Sie es verlieren, haben Sie immer noch das Foto!“


Detlev Motz, ( Geboren 1946) ist ein deutscher Fotograf und beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Fotografie. Detlev Motz ist verheiratet mit Christine Motz die ebenfalls Fotografin ist.Er war 25 Jahre bei der Zeitschrift COLOR Foto beschäftigt. Zuvor war er Verlagskaufmann bei Reader Digest. Sein Buch „Kreative Bildgestaltung in der Fotografie“ wurde 1999 mit dem Kodak Fotobuchpreis ausgezeichnet.

Er gibt das Online Magzin fotoGEN (www.fotoGEN-onlinemagazin.de) mit etwa 200 Seiten pro Ausgabe heraus.


Detlev Motz betreibt eine Homepage und einen Blog der unter http://blog.detlevmotz.de/ aufrufbar ist.

 

Profifoto Magazin

Welches Foto Magazin liest Du?

Update 24.11.2015:
Ich freue mich, dass das Profifoto Magazin über meinen Blog Beitrag einen ReTweet erstellt hat 🙂


Welches Foto Magazin liest Du?

Greifst Du immer zu anderen Magazinen oder hast Du einen Favoriten?

Mein favorisiertes Fotomagazin gibt es nicht in jedem Zeitungskiosk, dafür muss ich einmal monatlich in den Supermarkt.

Ich gehe für gewöhnlich nicht gerne in größere Supermärkte und das Warten an der Supermarkt Kasse kostet mich fast immer sehr viel Nerven, oder besser gesagt die meiner – sehr geduldigen – Frau.  Meine Frau ärgert sich, wenn ich an der Kassenwarteschlange irgendwelchen Schabernack treibe und mich wegen der Warterei langweile.

Für mich gibt es nur einmal im Monat einen wirklich erfreulichen Grund in den Supermarkt einkaufen zu gehen. Nachdem ich mich quälend durch den Textil- und den Elektronikbereich durchkämpfen muss, spüre ich immer die weihnachtliche Freude eines Kindes wenn ich den Zeitungs- und Magazinbereich erreiche.

Im untersten Teil des rechten Regals ziehe ich mir dann die neueste Ausgabe meines Lieblings Foto Magazins ‚PROFIFOTO Magazin für Professionelle Fotografie‘ heraus.
Ich zähle schon seit zwei Jahren zu den Stammlesern des ‚PROFIFOTO Magazin und dies aus mehreren Gründen.

Für das Magazin spricht:

  • Das handliche Format (23,5 mm/31mm) und die gute Papierqualität. Dieses Magazin kann man nach Monaten erneut lesen und das Magazin riecht immer noch als wäre es frisch aus der Druckerpresse gekommen.
  • Silke Güldner’s Kolumne beschäftigt sich mit Business Trends und gibt angehenden bzw. erfahrenen Fotografen Tipps zu den geschäftlichen Aspekten der Fotografie. Darunter fallen Themen wie Vermarktungsstrategien, Markttrends, Kundenbindung und weitere.
  • Im Bereich Portfolio werden Arbeiten von bekannten Fotografen als auch Shooting Stars der Szene vorgestellt. Dieser Bereich bietet mir zum einen Inspiration und zum anderen wertvolles Hintergrundwissen zu den Bildideen und der Motivation der jeweiligen Fotografen.
  • Die Umfragen lese ich nicht immer, diese bieten durch mehrere interviewte Fotografen eine breite Sicht auf aktuelle Fragestellungen der Fotografie und deren künstlerischen Belange.
  • In der Kategorie Recht werden Fragestellungen wie zb. Zur aktuellen Diskussion um die Panoramafreiheit aus Sicht eines Juristen beantwortet.

Neben zahlreichen Informationen zu neuen Kameras, Objektiven und anderer technischen Equipment findet man im Magazin auch Empfehlungen für neue Fotobücher und Bildbände, sowie aktuelle und bevorstehende Termine zu Fotoausstellungen und Messen. Erfreulich ist auch, dass die analoge Fotografie in diesem Magazin nicht untergeht. Man findet unter anderen immer wieder spannende Informationen zu neuen hoch spezialisierten Silberhalogenid Film Produzenten.

Zur Zeitung:
Das vom Fotojournalisten und Publizisten Thomas Gerwers herausgegebene
PROFIFOTO Magazin für Professionelle Fotografie‘ erscheint zehn mal im Jahr und kostet aktuell in Deutschland € 7,80 (Österreich € 9,00; Schweiz: SFR 15,00; Benelux: € 9,40).

Das PROFIFOTO Magazin hat den positiven Nebeneffekt, dass es die Nerven meiner Frau schont. Ich beginne immer schon an der Kassenwarteschlange zu lesen und komme daher auch auf keine dummen Ideen 😉

Bis heute habe ich noch keinen Magazin in den Altpapiercontainer geworfen und halte die
aktuell € 7,80 für gut investiertes Geld.

Bitte schreib mir einen Kommentar, welches Foto Magazin Du liest.

Stay tuned!
Gerhard

Blick in meine Foto Tasche

Wirst Du auch immer wieder gefragt, welche Kamera, bzw. welches Equipment Du verwendest?

Meine Antwort ist:
„Das Bild entsteht im Kopf und nicht in der  Kamera!“

Meistens folgt danach die Frage, mit welchen Einstellungen ich dieses Bild aufgenommen habe?
Die elementaren fotografischen Merkmale resultieren aus:

  • Perspektive
  • Bildaufteilung
  • Blende
  • Zeit
  • ISO

Ich möchte Euch an dieser Stelle mein Travel Equipment vorstellen (neben meiner DSLR) und gebe interessierten Einsteigern auch ein paar Tipps, warum gerade diese Dinge in meiner Fototasche zu finden sind.

Zu diesem Equipment zählen:

  • Meine Kompaktkamera:
    Diese Kamera habe ich bei fast allen Gelegenheiten in meiner Tasche. Der Großteil der Blog Bilder sind mit dieser Kamera entstanden. Ich schätze sie sehr auf Grund Ihrer kleinen Bauform , des geringen Gewichts und der in Relation stehenden hohen Qualität.
  • Der geladene Ersatz Akku:
    Es kann Dir nichts blöderes als ein leerer Akku passieren – Kein Akku kein Foto 😦
    Ich verwende Original Akkus.
  • Die Speicherkarte:
    Sinnvoll sind zwei bis drei Speicherkarten. Hintergrund ist die Notwendige Sicherheit und eine in Reserve zu besitzen.  Eine befindet sich generell in der Kamera zum Aufnehmen der Bilder und eine zweite Karte  in der Tasche.
    Ich achte generell auf gute Qualität der Karten und bin bereit dafür den ein oder Euro mehr auszugeben.
    Eine kaputte Karte kann Dir deine schönsten Momente in Sekunden zerstören.
  • Die Tasche:
    Je nach Einsatz Zweck verwende ich unterschiedliche Taschen. Auf Flugreisen setzte ich zudem sichere Kamerafalttücher (Einschlagtücher) da sie kompakt und sicher sind. Für die sonstige Verwendung eine Tasche die nicht als Fototasche sichtbar wird.

Sonstiges Zubehör:

  • Ein USB Kabel:
    Damit kannst Du die Kamera mit dem PC verbinden, die Speicherkarte bleibt geschützt in der Kamera und Du hast die Bilder am PC gesichert.
  • Der Blasebalg:
    Mit einem Blasebalg kannst Du die Kamera von kleinen Staubpartikeln, Sand und sonstigem Dreck befreien. Mir hatte er in einer kritischen Situation schon mehrfach geholfen die Kamera wieder funktionstüchtig zu bekommen.
  • Die Enveloop Akkus:
    Diese Akkus habe ich immer prophylaktisch bei mir. Die kannst Du für verschiedenste Geräte verwenden.  Zum Beispiel Aufsteckblitz, die leere Fernbedienung im Hotel, die Taschenlampe oder sonstige Elektronikgeräte.

Die wesentlichen Dinge habe ich Dir hier beschrieben, die Bilder entstehen jetzt in Deinem Kopf 🙂

Stay tuned!
Gerhard

Equipment

Mein immer dabei Fotoequipment 🙂

Bonn|Lettore

Ich fotografiere und neuerdings rezensiere ich auch. Selbst vor einem Wörterbuch habe ich nicht halt gemacht und ein Wörterbuch hilft Euch sogar, wenn Ihr Einschlafschwierigkeiten haben solltet.

Mehr darüber gibt es auf Bonn|Lettore meinem zweiten Blog zu lesen.

Ich freu mich auf Euch,
Euer Gerhard

bonn|lettore

bonn|lettore Logo

Villasimius und seine Fenster und Türen

Ich war in Sardinien. Sardinien bot mir genügend Motive um die Speicherkarte meiner Kompaktkamera mit vielen interessanten Fotos zu füllen. Ich wollte keine klassischen Urlaubsfotos aufnehmen und habe stattdessen unseren Urlaubsort Villasimius, dessen Farben und Charakteristiken genauer untersucht. Ich wurde immer wieder von diversen Touristen gefragt, was ich an dieser oder jener Stelle fotografieren wollte und sah mit meiner Kamera gegenüber dem Mainstream schon fast altmodisch aus.

Wenn ich mich länger als zehn Sekunden mit dem Wesen und der Seele eines Motivs auseinandersetzte war ich den meisten Touristen und anderen Fotografen schon suspekt. Ich bin mir gar nicht sicher ob man bei diesen Fotografen überhaupt von Fotograf im klassischen Sinne sprechen kann. Im wesentlich lies sich dieser Personenkreis auf Smartphoneknipser und Angeber mit teurem Equipment zusammenfassen.

Ich bin ehrlich gesagt viel zu faul um solch ein schwere DSLR Equipment mit mir zu schleppen und hätte zudem zu viel Angst, dass mir das Equipment geklaut wird.

Meine Bilder lassen im ersten Moment keinen Schluss auf den Aufnahmeort zu und man kann diese Bilder bis auf wenige Fotos auch nicht zu den klassischen Urlaubsfotos von Sonne, steile Küsten und Strand rechnen.

Ich habe mich auf die Details von Villasimius konzentriert und fand gerade die Türen und Fenster der alten Wohnhäuser mit den tollen Farben und Strukturen interessant. Welche Geschichte mag wohl hinter diesen Türen und Fenstern liegen? Wer hat in dem Haus gewohnt in dem die Tauben durch die zerbrochenen Fenster ein und aus fliegen? War es eine arme Fischerfamilie die keine Arbeit mehr in Villasimius gefunden hat? Sind diese Menschen in den reichen Norden von Italien gezogen um Arbeit zu finden?

Ich bin mir nicht sicher, welchen Schluss die Türen und Fenster von Villasimius auf Ihre Einwohner zulassen? Ich bin mir sicher, dass man nach dem öffnen einige Überraschungen erleben würde.

Bleibt neugierig!
Euer Gerhard

Rezension: Die Bildlooks der Profis – Kreative Bildstile mit Photoshop und Lightroom

Die Bildlooks der Profis
Kreative Bildstile mit Photoshop und Lightroom

Heute möchte ich Euch über ein Buch schreiben welches ich vor etwa zwei Wochen gekauft hatte.
Bis zum Kauf dieses Buches hatte ich in den wenigsten Fällen bei meinen Bildern einen Bildlook verwendet. Ich kannte auch nicht die Rezepte wie ein guter Bildlook generiert wird.

Via eines Youtube Videos wurde ich auf das neu im Rheinwerk Verlag erschienene Buch
‚Die Bildlooks der Profis‘  von DOMQUICHOTTE aufmerksam und die Eindrücke beim durchblättern der ersten Buchseiten überzeugte mich zum Kauf.

Mit dem Softcover Buch erhält man kostenlos zahlreiche Beispielbilder, Presets und Texturen die im Buch abgebildet sind. Viele der enthaltenen Bildlooks lassen sich unmittelbar und ohne Probleme auch auf die eigenen Bilder anwenden, man darf allerdings nicht die Erwartung haben, dass alle Bildlooks auf allen Bildern immer gleich wirken.
Mit der im Buch enthaltenen Bildlook Galerie kann das Buch prima als Nachschlagewerk für die Suche nach dem geeigneten Bildlooks für die eigenen Bilder verwendet werden.

Am Anfang des Buchs geht der Autor gezielt auf Leser ein, die sich noch nicht viel oder gar nicht mit dem Zusammenspiel und Wirken von Farben beschäftigt haben. Auch auf zahlreiche Bildbearbeitungs- Grundlagentechniken und deren Verwendung wird gezielt und unkompliziert eingegangen.

Ich habe auch einige Punkte die mir am Buch weniger gefallen. So wird auf Seite siebzig im Buch beschrieben, dass man anstelle der Adobe Lightroom Bearbeitung auch das Adobe Photoshop Raw Plugin verwenden könnte. Dieser Aussage stimme ich prinzipiell zu, doch auf die downloadbaren Beispielbilder im JPEG Format lässt sich diese Vorgehensweise aus meiner Sicht nicht anwenden.

Auf zahlreichen Seiten im Buch (vgl. Seite 95,97,119 etc.) wird auf die Verwendung von Ein- und Ausgabewerten der Gratiationskurven in Adobe Lightroom hingewiesen. Bei der von mir verwendeten Lightroom Version 4.0 ist dies leider nicht möglich. Aus diesem Grund muss ich die Korrektur der Gratiationskurve via Wertevorgabe immer via Adobe Photoshop CS6 vornehmen und zwischen Photoshop und Lightroom hin und herwechseln.

Ich erwarte nicht, dass Bücher zur Bildbearbeitung auf alle verwendeten Softwareversionen eingehen und damit Abwärtskompatibel sind. Ich erwarte mir von einem Buch, dass auf die im Buch verwendete Softwareversion hingewiesen wird.

Mir gefielen am Buch noch zwei Punkte die ich zum Abschluss des Buches herausstellen möchte:

1.) Der Autor DOMQUICHOTTE ist selbst ein sehr bekannter Photoshop Profi der weltweit mit zahlreichen bekannten Fashion Labels und Fotografen zusammenarbeitet und weiß von was er spricht. Die Bildlooks sind aktuell und das Buch lässt sich als Inspiration zur Erarbeitung von eigenen Bildlooks verwenden.

2.) Überzeugt hat mich auch die hohe Anzahl der dargestellten und erklärten Bildlooks zu den Kategorien Portrait, Beauty, Editorial, Commercial, Fashion, Outdoor, Hochzeit,1920er, Hippie,Low Key, Teilakt,Voyeur und last but not least Effekte.

Insgesamt ist dem Rheinwerk Verlag in der Zusammenarbeit mit DOMQUICHOTTE ein guter Wurf gelungen und ich möchte Euch dieses Buch weiterempfehlen.

Bei dem ersten Bild im Anhang habe ich meine Frau fotografiert und den Bildlook ‚Praline‘ verwendet. Wirklich cooles Ergebnis!

Stay tuned!
Euer Gerhard

Autor: DOMQUICHOTTE
Verlag: Rheinwerk
Titel: Die Bildlooks der Profis – Kreative Bildstile mit Photoshop und Lightroom
ISBN: 978-3-8362-3739-0

Hana Posch

Hana Posch

Die Bildlooks der Profis

Die Bildlooks der Profis

Zitat der Woche (5) / Ansel Adams

„Zwölf tolle Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.“

Homepage: The Ansel Adams Gallery

Ansel Easton Adams (* 20. Februar 1902 in San Francisco, Kalifornien; † 22. April 1984 in Carmel-by-the-Sea, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Fotograf,
Autor und Lehrer der künstlerischen Fotografie. Er wurde vor allem bekannt durch seine eindrucksvollen Landschafts- und Naturfotografien aus den Nationalparks,
National Monuments und den Wilderness Areas im Westen der Vereinigten Staaten, für deren Erhalt er sich zeitlebens aktiv einsetzte.

Als Mitbegründer der Gruppe f/64 zählt er zu den Pionieren der straight photography und gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Fotografen.

Paar Shooting

Kürzlich durfte ich bei einem nachmittäglichen Shooting meinen Nachbarn und dessen Freundin vor die Linse nehmen. Vielmehr, mein Nachbar Simon hat das Logo dieses Blogs gestaltet und aus diesem Grund hatte ich versprochen ein paar tolle Bilder von Ihm und seiner Freundin zu fotografieren.

Als erstes machten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Location und hatten nach kurzer Überlegung ein abgeerntetes Weizenfeld in der Nähe des Bonner Golfplatzes ausgewählt. Die erdigen und zugleich warmen Töne des Weizenfeldes unterstrichen die Ruhe des Ortes und gleichzeitig die Bodenständigkeit des jungen Paares.

Ganz in der Nähe des Weizenfeldes konnten wir eine Parkbank als weitere Location für unser Paar Shooting verwenden.

Am Anfang des Shootings war ich auf Grund eines technischen Problems mit meinem Aufsteckblitz ein wenig nervös, aber je mehr ich auf das Equipment verzichtete desto lockerer wurde ich. Die ungezwungene Arbeit mit dem Pärchen machte viel Spaß, wir konnten gemeinsam Ideen entwickeln und ausprobieren.

Bei diesem Shooting legte ich sehr viel Wert auf die Haltung der Hände, für mich sind die Hände ein Symbol der Verbunden- und Vertrautheit. Ich bewundere immer und immer wieder die tollen Bilder des weltberühmten Porträtfotografen Yousuf Karsh.
Yousuf Karsh legte sehr viel Wert auf die Betonung der Hände und gehört definitiv zu meinen ganz großen Vorbildern.

Nach dem Shooting wählte ich gemeinsam mit Simon und seiner Freundin die besten Bildern aus und entwickelte diese sehr warm. Ich bin ein wenig Stolz auf die Bilder, hatte ich doch lange großen Respekt vor der People Fotografie, jetzt machts mir mehr und mehr Spaß.

Ich wünsche ebenfalls viel Spaß bei Euren Aufnahmen, was auch immer Ihr fotografiert!

Stay tuned,

Euer Gerhard

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Es darf auch mal eine Hochzeit sein

Ich fotografierte die letzte Hochzeit vor ungefähr zwei Jahren.

Es war mein Wunsch keine Hochzeiten mehr zu fotografieren, weil ich einerseits mit meinem Job sehr zufrieden bin und andererseits der Aufwand (Anreise, Fotografie und Nachbearbeitung) für die saubere Dokumentation einer Hochzeit zuviel Freizeit raubt.

Eine Hochzeit zu fotografieren bedeut neben dem hohen Aufwand aber auch viel Spaß und so machte ich mich am 06.06.2015  zur wunderschönen Hochzeit von Denise und Kai auf. Die Hochzeit fand im Standesamt des Schloss Sinzig am Rhein statt.
Das Schloss Sinzig ist eine neugotische Villa in Sinzig und wird heute von der Stadt Sinzig für Repräsentationszwecke genutzt .

Auf Wunsch der Braut waren die Brautjungfern gänzlich an der lila Kleidung zu erkennen und die Kleidung vieler Gäste waren ebenso mit lila Akzenten versehen.

Ich war bereits eine Stunde früher vor Ort und machte mir ein Bild über die Location und die Lichtverhältnisse vor Ort. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die Hochzeit fand bei bewölkten Himmel statt. Diese Hochzeit fotografierte ich zum ersten mal mit zwei Spiegelreflexkameras und hatte mit einem Weitwinkel- und einem Telezoomobjektiv genügend Spielraum in Nähe und Ferne. Lediglich bei ein paar Motive im engen Trauungsraum wäre ich mit noch mehr Weitwinkel glücklicher gewesen, konnte die Situation aber doch meistern.

Diesesmal habe ich mir nach dem Shooting Notizen gemacht, welche Dinge gut funktionierten und was ich beim nächsten mal noch verändern und anpassen kann.Als Fotograf hatte ich es mit einem super angenehmen Hochzeitspaar und freundlichen Gästen nicht schwer tolle Motive digital in Bildern festzuhalten.

Worüber ich mich besonders freue ist, dass die Braut mir erlaubt hat, hier ein paar Bilder zu veröffentlichen.

Ich wünsch Euch ebenso tolle Hochzeiten!

Stay tuned,
Euer Gerhard

red roses

red roses

Denise und Kai

Denise und Kai

Deniese und Kai

Deniese und Kai