Schlagwort-Archive: Photography

Piano mit Spiegelung

Aufnahmen für die ‚Erste Wiener Klavierschule‘

Der Verein Erste Wiener Klavierschule möchte dessen Web Auftritt professionalisieren. Aus diesem Grund bat mich der künstlerische Leiter und gleichzeitig mein Freund Alphonse Sauer einige Aufnahmen der Räumlichkeiten in Königsdorf bei Köln zu machen.

Innenräume gehörten bisher nicht zu meinem fotografischen Repertoire und so empfand ich die Bitte als willkommene Herausforderung. Die Räumlichkeiten kannte ich bereits seit der Eröffnung der Klavierschule, dort durfte ich bereits die damit verbundenen Feierlichkeiten fotografisch begleiten.

Den Fotos in bekannten Interieur Magazinen ist eines immer anheim, alle Räumlichkeiten wirken sortiert, klar und nicht inhaltlich überladen. Aus diesem Grund war es mir besonders wichtig, den dortigen Raum so darzustellen, dass das Motiv eine gewisse Ruhe und Professionalität auf den Betrachter ausstrahlt. Ich musste mich vor Beginn der Aufnahmen noch einmal intensiv mit den Begebenheiten vor Ort auseinandersetzen und störende, nicht Bild wichtige Elemente reduzieren und aussortieren.

Der wichtigste Raum ist der Kammermusik Saal welche dem Piano den notwendigen Resonanzkörper, dem Künstler die Verbindung mit den Zuhörern bieten soll. Gleichzeitig soll der Raum zum sich wohl fühlen einladen.

Kammermusik Saal

Kammermusik Saal

Die Symbiose dieser Elemente galt es in eine fotografische Botschaft umzuwandeln. Ich identifizierte das Piano als Hauptelement der Botschaft und brachte die Stuhlreihen in Einklang mit der Symmetrie des Raums. Als Herausforderung entpuppte sich die Position des Pianos, da dieses nicht symmetrisch zu den Verläufen der Bodenfliesen, bzw. Deckenelemente aufgestellt war. Die Position des Pianos konnte aus Gründen des spezifischen Klangbildes in eben dieser Position nicht geändert werden.

Ich entschied mich für die Aufnahme aus der sitzenden Perspektive, hellte das Piano mit einem Blitz auf und nach kleineren Korrekturen fotografierte ich das erste von drei Bildern.

Zu den technischen Details:

  • Kamera am Stativ
  • Spiegelvorauslösung ein
  • Blitz auf Stativ, 45° links, Bounce über die weiße Dekcenwand
  • Auslösung der Aufnahme mit 10s Timer

Den Aufhell Blitz konnte ich auch super bei der zweiten Aufnahme einsetzen. Bei dieser Aufnahme wollte ich die Charakteristik des Klaviers herausarbeiten und wählte eine Aufnahmeposition direkt hinter dem Piano. Den entfesselten Blitz hielt ich mit einer Hand in den Resonanzraum des Pianos und erhielt dadurch eine ausgewogene Belichtung und obendrein eine wunderschöne Spiegelung an dessen Deckel.

Piano mit Spiegelung

Piano mit Spiegelung

Als dritte und letzte der Hauptaufnahmen fotografierte ich noch das Künstler Zimmer. Das Künstler Zimmer bestach durch seine farblich warme und einladende Gestaltung, welche ich dem Betrachter mit meiner Aufnahme nahe bringen wollte. Auch hier setzte ich wiederum den Aufhell Blitz 45° zur Decke ein.

IMG_6943

Künstler Zimmer

Als hilfreich erwies sich bei diesen Aufnahmen der Handbelichtungsmesser, es war mir damit möglich, die einzelnen Bildelemente separat zu messen und eine ausgewogene Belichtung herzustellen. Darüber hinaus arbeitete ich ausschließlich mit manuellen Einstellungen, dies sowohl bei der Kamera als auch beim Blitz.

Mit dem Bildergebnis sind Alponse und ich glücklich und ich freu mich, wenn ich die Bilder schon bald auf der Homepage des Vereins der ‚Ersten Wiener Klavierschule‘ sehen darf.

Stay tuned
Euer Gerhard

Link:
Erste Wiener Klavierschule
Alphonse Sauer

Advertisements

Zitat der Woche (13)/Hermann Krone

Hermann Krone Selbstporträt 1858 (01)

Hermann Krone, via Wikimedia Commons


 

Im Licht. Durchs Licht. Zum Licht.


Hermann Krone (* 14. September 1827 in Breslau; † 17. September 1916 in Laubegast) war ein deutscher Fotograf, Wissenschaftler, Hochschullehrer und Publizist. Er gründete das Historische Lehrmuseum für Photographie in Dresden und gilt als einer der bekanntesten und besten Fotografen des 19. Jahrhunderts.

Krone, geboren als Sohn eines Lithografen und Enkel eines Buchdruckers nahm nach dem Besuch des St. Elisabeth-Gymnasiums in Breslau an der Universität Breslau 1843 ein naturwissenschaftliches Studium auf. Bereits im ersten Semester begann er mit fotografischen Experimenten und dem Eigenbau einer Kamera.

Ab 1849 studierte er dann an der Dresdner Kunstakademie und war für kurze Zeit ein Schüler Ludwig Richters. 1851 eröffnete er in Leipzig ein Fotoatelier. Da er dort jedoch als Preuße ein „Ausländer“ war, wurde er bereits nach wenigen Monaten ausgewiesen und musste das Atelier an die Fotografin Friedericke Pommer abgeben. Krone siedelte darauf hin nach Dresden über, erlangte das Dresdner Bürgerrecht und eröffnete 1853 in Dresden erneut ein Fotostudio sowie nun auch eine private fotografische Lehranstalt.[2] Seine 1853 aufgenommene Serie des Elbsandsteingebirges ist für Sachsen der Beginn der Landschaftsfotografie.

 


1856 fertigt Hermann Krone in der Sächsischen Schweiz eine der frühesten fotografischen Höhlenaufnahmen der Welt (KRONEHÖHLE, Sächsischer Höhlenkataster Nr. SH-57). Er gilt neben seinen epochalen fotografischen Leistungen als ein Begründer wissenschaftlicher Höhlenforschung Sachsens, er nahm genetische Studien und anthropospeläologische Arbeiten vor. Im wissenschaftlichen Verein ISIS berichtete er zusammenfassend über „Höhlen, Thore und Grottenbildungen in dem Sächsisch-böhmischen Elbtalgebirge“, legte Sinter aus Sandsteinhöhlen vor und machte mittelalterliche Funde in der später nach ihm benannten KRONEHÖHLE. Mit einer Reihe von Beispielen erläutert er seine Gedanken zu einer Art Kondenswasserkorrosion in beschatteten Nischenbereichen.

Ab 1870 bis 1907 hielt er Vorlesungen und Praktika zur Fotografie am Polytechnikum, der späteren Technischen Hochschule Dresden. Zum Professor wurde er 1895 ernannt. Hermann Krone arbeitete mit den frühen Verfahren der Daguerreotypie und Kalotypie sowie später mit industriell gefertigten Fotomaterialien.
Für Lehrzwecke legte er eine große Sammlung von Fotografien der unterschiedlichsten Verfahren an, die einen hohen kulturhistorischen Wert hat. 1907 übergab er diese Sammlung dem Wissenschaftlich-Photographischen Institut der Technischen Hochschule Dresden, dem heutigen Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden.
Zusammen mit seinem Sohn Johannes Krone nahm er im Jahr 1874 als Fotograf an einer deutschen Expedition auf die Aucklandinseln teil, die der Beobachtung des Venustransits vom 9. Dezember 1874 die der Beobachtung des Venustransits vom 9. Dezember 1874 diente. Über diese Expedition verfasste er einen unter dem Titel Vater und Sohn auf Weltreise erschienenen Bericht.

Hermann Krone starb 1916 in Laubegast bei Dresden. Sein Grab auf dem Trinitatisfriedhof ist nicht erhalten.

Vantage Point

„IF THE PHOTOGRAPHER could not move his subject, he could move his camera.“

John Szarkowski’s Buch „The Photographer’s‘ eye“ beinhaltet die zitierte und sehr wichtige Grundregel der Fotografie, welche aus meiner Sicht keine weitere Kommentierung erwartet.

Der Autor spart in „The Photographer’s eye“ Buch mit Worten und liefert anstatt dessen umso mehr aussagekräftige Bilder.
Das Buch ist aus meiner Sicht eine Aufforderung sich mit dem Wesen der Fotografie auseinanderzusetzen und dieses Wesen in jedem einzelnen Motiv zu suchen.

John Szarkowski’s Buch ist eine Bereicherung für mein Bücherregal und hat ich zum folgenden Bild inspiert. Die Interpretation der Bildaussage überlasse ich Euch und freue mich über jedes Feedback.

Stay tuned!
Euer Gerhard

ISBN 978-0-87070-527-4
Autor: John Szakowski
Verlag: Museum of modern art, New York

 

Vantage Point

Vantage Point

Es darf auch mal eine Hochzeit sein

Ich fotografierte die letzte Hochzeit vor ungefähr zwei Jahren.

Es war mein Wunsch keine Hochzeiten mehr zu fotografieren, weil ich einerseits mit meinem Job sehr zufrieden bin und andererseits der Aufwand (Anreise, Fotografie und Nachbearbeitung) für die saubere Dokumentation einer Hochzeit zuviel Freizeit raubt.

Eine Hochzeit zu fotografieren bedeut neben dem hohen Aufwand aber auch viel Spaß und so machte ich mich am 06.06.2015  zur wunderschönen Hochzeit von Denise und Kai auf. Die Hochzeit fand im Standesamt des Schloss Sinzig am Rhein statt.
Das Schloss Sinzig ist eine neugotische Villa in Sinzig und wird heute von der Stadt Sinzig für Repräsentationszwecke genutzt .

Auf Wunsch der Braut waren die Brautjungfern gänzlich an der lila Kleidung zu erkennen und die Kleidung vieler Gäste waren ebenso mit lila Akzenten versehen.

Ich war bereits eine Stunde früher vor Ort und machte mir ein Bild über die Location und die Lichtverhältnisse vor Ort. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und die Hochzeit fand bei bewölkten Himmel statt. Diese Hochzeit fotografierte ich zum ersten mal mit zwei Spiegelreflexkameras und hatte mit einem Weitwinkel- und einem Telezoomobjektiv genügend Spielraum in Nähe und Ferne. Lediglich bei ein paar Motive im engen Trauungsraum wäre ich mit noch mehr Weitwinkel glücklicher gewesen, konnte die Situation aber doch meistern.

Diesesmal habe ich mir nach dem Shooting Notizen gemacht, welche Dinge gut funktionierten und was ich beim nächsten mal noch verändern und anpassen kann.Als Fotograf hatte ich es mit einem super angenehmen Hochzeitspaar und freundlichen Gästen nicht schwer tolle Motive digital in Bildern festzuhalten.

Worüber ich mich besonders freue ist, dass die Braut mir erlaubt hat, hier ein paar Bilder zu veröffentlichen.

Ich wünsch Euch ebenso tolle Hochzeiten!

Stay tuned,
Euer Gerhard

red roses

red roses

Denise und Kai

Denise und Kai

Deniese und Kai

Deniese und Kai

Holga Review + Low Key Fotografie

In den letzten zwei Wochen habe ich mich mit verschiedenen Aspekten der Fotografie auseinander gesetzt. Unter anderen fand ich einen tollen Review zur Holga Fotografie auf der Homepage des Schweizer Fotografen Andreas Hurni, welche ich jedem Holga Fotografen oder Interessierten zu lesen empfehle. Solch einen umfassenden und zutreffenden Review habe ich zur Holga bis jetzt noch nicht gelesen.

http://www.andreashurni.ch/reviews/holga.htm

Gleichzeitig hat mich ein Foto in diesem Bericht dazu animiert es nachzuempfinden. Mir gefiel die gewählte Perspektive als auch die Konzentration auf das Wesentliche beim Abbild einer Holga 120 SF. (siehe Foto im Abschnitt ‚Fokussierung‘). Die abgebildete Holga 120 SF unterscheidet sich von meiner 120N einzig und alleine durch den zusätzlich eingebauten Blitz.

Nachdem ich mich neben der Holga Fotografie in den letzten Tagen auch mit Low Key Fotografie beschäftigt habe, nahm ich meine Holga 120 N, stellte sie vor einen schwarzen Hintergrund, baute meine Softbox auf und fotografierte die Kamera. 

Low Key und Holga ein Widerspruch?

Die Holga ist definitiv alles andere als eine Kamera für schwierige Lichtsituationen, wenn überhaupt, dann geht sie aufgrund Ihres stark eingeschänkten Funktionsumfang als Schönwetterkamera durch. Hand aufs Herz, haben Sie schon mal ein Holga Low Key Foto gesehen? Ich nicht! Ich habe auch kein Low Key Foto mit dem Abbild einer Holga im Internet gefunden und schon aus diesem Grund zeige ich dem Betrachter mit meiner Bildversion etwas neues, etwas noch nicht gesehenes.

Jetzt ergibt sich natürlich eine neue Fragestellung die ich bei Gelgenheit prüfen werde. Wie sieht ein Low Key Foto aus, welches mit einer Holga Kamera aufgenommen wurde?  Ich habe davon überhaupt keine Vorstellung und kann jetzt schon mal beginnen die geeigneten Einstellungen an Holga und Blitz zu rechnen, sowie das geeigente Motiv zu finden. Am besen ich fotografiere den technischen Widerspruch zu meiner Holga, eine EOS 7D. (Eine jede andere DSLR würde natürlich auch als Motiv dienen können)

Für heute reicht jedenfalls das Low Key Abbild meiner Holga 🙂

Stay tuned!Euer Gerhard

Image

 

Meine Selbstbau Spiegelreflex #DIY, #TwinReflex , #Recesky

11.01.2014

Schon wieder ein paar Tage her, dass ich meinen letzten Blog Eintrag erstellt habe.
Inzwischen habe ich eine sogenannte ‚Do it yourself Twin Reflex‘ Kamera zusammengebaut.

Das aus China kommende und mit englischer Anleitung gelieferte Modell bietet einem einen ungeahnt detaillierten Einbilick in den Aufbau und die Funktionalität einer analogen DSLR Kamera.

Die Anleitung ist leider nicht selbsterklärend und so kostete mich der Aufbau einige Nerven und Zeit. Beim ersten Versuch ist mir ein Teil der Verschlussmechanik gebrochen und so blieb mir nichts anderes über als mir das Modell (ca. 20 EUR) ein zweites mal zu bestellen.

Leider funktioniert der Auslösezähler nicht in der Form wie ich mir das erwartet hätte. Das Zahnrad über welches der eingelegte 35mm Film läuft, nimmt den Film nicht richtig auf und so läuft der Film durch. Ich kann dadurch nach meinem Verständis nicht genau feststellen, an welcher Stelle nach dem weiter drehen das nächste Bild ausgelöst werden kann.

Gibt es eine Möglichkeit das zu verbessern?

 

Wer kann helfen?

Stay tuned, Euer Gerhard!

 

 

Image

#Prosit2014

Image
Ich wünsche ein erfolgreiches und vor allemgesundes neues Jahr 2014!

Nachdem mir das unnötig laute Geknalle schon seit mehreren Jahren auf die Nerven geht, haben wir bei uns zu Hause eine eigene Variante gefunden. Wir verwendeten Wunderkerzen und haben ebenso mit einem schönen Lichtereffekt in das neue Jahr hinein gefeiert.

Stay tuned!Euer Gerhard

p.s.: Das Feuerwerk in und rund um Bonn dauerte 30 Minuten!