Schlagwort-Archive: Fotografie

Erfahrungsbericht: People Fotografie auf Deutschland Tour

Bilder von meiner beruflich bedingten Tour durch Deutschland darf ich Euch aus Urheber- und Datenschutzrechtlichen Gründen leider keine zeigen. Über die fotografischen Erfahrungen, die ich während der Tour gesammelt habe, möchte ich Euch dennoch gerne berichten. Alljährlich sind wir aufgefordert für unsere regionalen Kollegen, über die bevorstehende Neuerungen und Änderungen im Geschäft (Produkte, Prozesse und IT) Vorträge zu halten.

In den letzten Jahren gab es nur vereinzelt Kolleginnen und Kollegen die Schnappschüsse über Vortragende und Publikum ins firmeninterne Intranet eingestellt und veröffentlicht hatten, ein fotografischer Anspruch war weder gefordert, noch konnte diesem nachgekommen werden.

Dieses Jahr hatten wir es uns zum Ziel gesetzt, nebst der gehaltenen inhaltlichen Präsentation, an jeden Tag ein kurzes Resümee über den Ablauf des Tages mit den Kolleginnen und Kollegen im Intranet zu veröffentlichen. Ziel war es, dass auch Mitarbeiter auf diese Beiträge zugreifen konnten, die nicht an der Veranstaltung teilnahmen, oder einfach noch einmal den Tag Revue passieren lassen wollten.

Im Intranet ist es auch möglich Fotos zu publizieren und so kam ich auf die Idee, diese Tour fotografisch zu dokumentieren. Gleich zur ersten Station der Tour nahm ich meine Kamera mit und musste mich schnell mit diversen Herausforderungen solcher Aufnahmen befassen.

Zu diesen Herausforderungen gehörten:

  • Der Wechsel von Kunst- und Tageslicht während des Tagesverlaufs
  • Die Helligkeit des Tageslichts durch die strahlende Sonne oder dem wolkenverhangenen Himmel
  • Kollegen die während des Vortrags stark gestikulierten und viel Platz im Raum durch ständige Bewegung vor dem Publikum einnahmen
  • Unterschiedliche Kleidung der Vortragenden, von einfarbig bis bunt, von hell bis dunkel
  • Vortragende geblendet durch das Beamer Licht, welches die Präsentationen der Vortragenden an die Wand projizierte
  • Vortagende neben dem Beamer Licht, welches die Vortragenden komplett in den Schatten eintauchte
  • Verschiedene Beschaffenheit der Räume

Es gelangen mir einige Aufnahmen, aber zu wenige gute Aufnahmen. Den Aufnahmen fehlte zum Teil die richtige Belichtung, oder auch die Schärfe der Motive saß am falschen Ort. Gleichzeitig hatte ich es mit einem knack roten Teppich zu tun, der den Weißabgleich der Kamera irritierte und meine Bilder unnatürlich wirken ließ. Die geringe Bildausbeute forderten mich dazu auf mich stärker mit Basisfragen der Fotografie zu beschäftigen.

  • Was sollen die Bilder erzählen?
  • Was sind die bildwichtigen Elemente?

 

Was sollen die Bilder erzählen?

Die Bilder sollten den aktiven Dialog zwischen den Vortragenden und dem Publikum aufzeigen und gleichzeitig einen Bezug zum besprochenem Thema herstellen.

Was sind die Bildwichtigen Elemente?

Die bildwichtigen Elemente leiten sich aus der Erzählung ab und aus diesem Grund entschied ich mich sowohl die Belichtung als auch den Fokus Vortragenden, bzw. auf das Publikum auszurichten.

Wie war mein Lösungsweg?

Zuerst konzentrierte ich mich auf die korrekte Belichtung der Vortragenden. Ich entschied ich mich für die mittelbetonte Belichtungsmessung. Ich wende diese Belichtung in dem Moment an, als der Vortragende an der Grenze zwischen dem hell projizierten Vortragsbild und dem Schatten der dunklen Räumlichkeit stand. Diesen Belichtungswert übertrug ich in den manuellen Modus (M) der Kamera. Da ich den Vortrag nicht durch ständiges blitzen stören wollte, die Bewegung der Vortragenden weder verwischt noch verwackelt sein sollten wählte ich eine hohe ISO Zahl (1250) und eine Verschlusszeit von einer neunzigstel Sekunde. Ich nahm einige Probeaufnahmen auf und die Ergebnisse waren deutlich besser. Damit verbunden musste mich nicht mehr primär auf die korrekte Belichtung konzentrieren.

Als zweites entschied ich mich die fokussier Methode der Kamera auf AF Verfolgung (AL Servo, bzw. AF-C) zu stellen und wählte das zentrale Messfeld. Damit konnte ich die Schärfe der gestikulierenden und sich bewegenden Vortragenden konstant halten.

Den veränderten Lichtbedingungen während des Tages begegnete ich durch Erhöhung der Verschlusszeit. Damit ich eine gut ausbalancierte Tiefenschärfe erreichte, verwendete ich zudem während der gesamten Veranstaltung die Arbeitsblende f/5.6.

Die technischen Belange der Aufnahmen hatte ich im Griff, jetzt konnte ich mich voll und ganz aufs dokumentieren und erzählen der eigentlichen Geschichte konzentrieren.

Das große Learning war, dass nicht jedes Bildgestaltungsmittel zu jedem Vortragenden passte und mir sehr bald bewusst wurde, dass ich einerseits meine Aufnahme Position (Perspektive) als auch den Bildausschnitt bzw. die Brennweite anders wählen musste.

Während die einen Vortragenden eine starke Bildwirkung durch den fotografierten Dialog mit Publikum hervor riefen, waren es bei den anderen Vortragenden die Gesten und Gesichtsausdrücke die für sich alleine genug Inhalt für ein gutes Bild boten.

Nicht zu unterschätzen waren auch die  Linienführung im Raum die ich im Griff haben musste. Für die Bildwirkung war es total wichtig, die Linien im Raum zu kennen und bewusst einzusetzen. Einige der Räume konnten durch Schiebetüren aufgeteilt werden, die dafür am Boden vorgesehenen – störenden – Schienen musste ich bei Sortierung der Linien im Griff haben.  Was dabei gar nicht funktionierte, war das Stilmittel der leicht schräg gestellten Motive, da ich sehr schnell mit stürzenden Linien im Bild konfrontiert wurde. Die schräge Darstellung der Vortragenden ließ sich nicht mit den dadurch nach unten aus dem Bild laufenden Texte auf den Präsentationen kombinieren.

In insgesamt neun Terminen konnte ich enorm viel Erfahrung sammeln, neue Bildideen und Gestaltungsideen umzusetzen, sowie meine Kamera deutlich besser kennen lernen. Es stellte sich wiederum heraus, dass es das Beste ist, die Kamera immer mit dabei zu haben, solch eine Gelegenheit erhält man schließlich nicht jeden Tag.

Beim nächsten Blogeintrag gibt es dann auch wieder Bilder, versprochen!

Stay tuned
Euer Gerhard

 

Zitat der Woche (13)/Hermann Krone

Hermann Krone Selbstporträt 1858 (01)

Hermann Krone, via Wikimedia Commons


 

Im Licht. Durchs Licht. Zum Licht.


Hermann Krone (* 14. September 1827 in Breslau; † 17. September 1916 in Laubegast) war ein deutscher Fotograf, Wissenschaftler, Hochschullehrer und Publizist. Er gründete das Historische Lehrmuseum für Photographie in Dresden und gilt als einer der bekanntesten und besten Fotografen des 19. Jahrhunderts.

Krone, geboren als Sohn eines Lithografen und Enkel eines Buchdruckers nahm nach dem Besuch des St. Elisabeth-Gymnasiums in Breslau an der Universität Breslau 1843 ein naturwissenschaftliches Studium auf. Bereits im ersten Semester begann er mit fotografischen Experimenten und dem Eigenbau einer Kamera.

Ab 1849 studierte er dann an der Dresdner Kunstakademie und war für kurze Zeit ein Schüler Ludwig Richters. 1851 eröffnete er in Leipzig ein Fotoatelier. Da er dort jedoch als Preuße ein „Ausländer“ war, wurde er bereits nach wenigen Monaten ausgewiesen und musste das Atelier an die Fotografin Friedericke Pommer abgeben. Krone siedelte darauf hin nach Dresden über, erlangte das Dresdner Bürgerrecht und eröffnete 1853 in Dresden erneut ein Fotostudio sowie nun auch eine private fotografische Lehranstalt.[2] Seine 1853 aufgenommene Serie des Elbsandsteingebirges ist für Sachsen der Beginn der Landschaftsfotografie.

 


1856 fertigt Hermann Krone in der Sächsischen Schweiz eine der frühesten fotografischen Höhlenaufnahmen der Welt (KRONEHÖHLE, Sächsischer Höhlenkataster Nr. SH-57). Er gilt neben seinen epochalen fotografischen Leistungen als ein Begründer wissenschaftlicher Höhlenforschung Sachsens, er nahm genetische Studien und anthropospeläologische Arbeiten vor. Im wissenschaftlichen Verein ISIS berichtete er zusammenfassend über „Höhlen, Thore und Grottenbildungen in dem Sächsisch-böhmischen Elbtalgebirge“, legte Sinter aus Sandsteinhöhlen vor und machte mittelalterliche Funde in der später nach ihm benannten KRONEHÖHLE. Mit einer Reihe von Beispielen erläutert er seine Gedanken zu einer Art Kondenswasserkorrosion in beschatteten Nischenbereichen.

Ab 1870 bis 1907 hielt er Vorlesungen und Praktika zur Fotografie am Polytechnikum, der späteren Technischen Hochschule Dresden. Zum Professor wurde er 1895 ernannt. Hermann Krone arbeitete mit den frühen Verfahren der Daguerreotypie und Kalotypie sowie später mit industriell gefertigten Fotomaterialien.
Für Lehrzwecke legte er eine große Sammlung von Fotografien der unterschiedlichsten Verfahren an, die einen hohen kulturhistorischen Wert hat. 1907 übergab er diese Sammlung dem Wissenschaftlich-Photographischen Institut der Technischen Hochschule Dresden, dem heutigen Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden.
Zusammen mit seinem Sohn Johannes Krone nahm er im Jahr 1874 als Fotograf an einer deutschen Expedition auf die Aucklandinseln teil, die der Beobachtung des Venustransits vom 9. Dezember 1874 die der Beobachtung des Venustransits vom 9. Dezember 1874 diente. Über diese Expedition verfasste er einen unter dem Titel Vater und Sohn auf Weltreise erschienenen Bericht.

Hermann Krone starb 1916 in Laubegast bei Dresden. Sein Grab auf dem Trinitatisfriedhof ist nicht erhalten.

Analoge/Digitale Fotografie mit dem Yashinon-DX 50mm F/1:2

Die guten alten Analog Zeiten

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe.Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte.

Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück.

Entgegen den heutigen Digitalbildern die man sofort am Kamera Display beurteilen kann, wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedingungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich.

Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen.

Ich besitze ein Yashica Objektiv und wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und damit verbunden wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen.

 

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe. Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte. Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück. Entgegen den heutigen Digitalbildern wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedinungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich. Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen. Neben meiner Zenith XP 12 und der HOLGA besitze ich auch noch eine Yashica Objektiv. Ich wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen. Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen: Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier) Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung Alle Bilder entstanden 'Out of the cam' im JPEG Format Kamera: Einsteiger DSLR - Canon EOS 1100 Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12 M-42 Adapter: Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (

EOS 1100D mit Auto Yashinon-DX 50mm f/1:2

Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen:

  • Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier)
  • Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung
  • Alle Bilder entstanden ‚Out of the cam‘ im JPEG Format
  • Kamera: Einsteiger DSLR – Canon EOS 1100
  • Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12

Inhalte:
1.) Zum Start
2.) Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv
3.) Grundlagen des M-42 Gewindes
4.) Der M-42 Adapter
5.) Beispielbilder
6.) Fazit


Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv

Beim Auto Yashinon-DX F/1:2 50 mm Objektiv handelt es sich um ein robust gebautes Objektiv. Das Objektiv wiegt mit seiner Metallbauweise gerade einmal 200 Gramm und liegt super in der Hand.

Das Objektiv ist über des gesamten Bereich leicht beweglich und rastet in ganzen Blendenstufen (bis F/16) ein. Der Fokus mit einer Naheinstellgrenze von einem halben Meter ist gleichmäßig leichtgängig. Es hat ein weiches Bokeh, eine milde Schärfe und einen weicheren Kontrast als heutige, moderne Objektive.

Mir gefällt an diesem Objektiv die originale Farbwiedergabe und das weiche Bokeh mit welchem man das gewählte Motiv super freistellen kann. Das fokussieren gelang bei großen Blendenstufen präzise und schnell. Bei den Blendenstufen elf und sechzehn gelang mir die Fokussierung leider nicht. Den Grund dafür kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass das vorhandene Licht zur Fokussierung nicht ausreicht.

Der derzeitige Preis für das gebrauchte Objektiv liegt bei rund 50 Euro.


Grundlagen des M-42 Gewindes

Die Schraubgewinde M39, M40 und M42 bilden den Vorläufer der heute am Markt üblichen Bajonettanschlüsse und wurden bis in die 1970er Jahre hergestellt. Vor allem das M42-Gewinde bietet auch heute noch einen günstigen Zugang zur analogen Spiegelreflex-Fotografie mit hochwertigen Optiken, die für andere Anschlüsse (neu wie gebraucht) meist teurer ausfallen.
In den USA spielt der T2-Anschluss eine ähnliche Rolle wie M42 in Europa. Weitere genormte Gewindeanschlüsse sind das C-Mount und das CS-Mount.

Quelle: Wikipedia


M-42 Adapter:

Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (<15 EUR) im Internet zu kaufen und er passt auf Grund seiner schmalen Bauweise in jede Fototasche. Es gibt den Adapter sowohl in der rein mechanisch als auch in der Variante mit Chip zu kaufen. Ich habe mich zur Variante mit dem Chip entschieden.

M-42 Adapter mit Chip

M-42 Adapter mit Chip

M42_AF_Chip (7 von 8)

Yashinon Objektiv mit aufgeschraubten M-42 Adapter

Im Gegensatz zur mechanischen Variante besitzt der elektronische Adapter einen Chip, der die AF-Bestätigung der Kamera aktiviert. Eine manuelle Fokussierung ist zwar noch notwendig. Sobald das Objektiv jedoch korrekt scharfgestellt ist, leuchtet im Kamerasucher das AF-Licht auf. Diese AF-Bestätigung hilft beim manuellen Scharfstellen.

Bei meiner EOS 1100D bin ich auf dieses AF Licht angewiesen, da der Austausch der Mattscheibe zur korrekten Fokussierung nicht möglich ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die besten Ergebnisse erzielt, wenn man ausschließlich den mittleren AF Punkt verwendet.

Die Blendeneinstellung erfolgt manuell am Yashica Objektiv (F/2.0 – F/16). Die Belichtungszeit kann entweder manuell an der Kamera eingestellt oder im Zeitautomatik-Modus (Blendenpriorität) von der Kamera berechnet werden.

Vereinzelt kommt es vor, dass die Kamera das Objektiv nicht richtig erkennt, oder eine Fehlermeldung ‚Error‘ anzeigt. In diesem Fall rate ich Dir die Kamera auszuschalten, das Objektiv kurz abzunehmen und wieder anzuschrauben.

Solche Adapter gibt es natürlich auch für andere Kamerahersteller wie Nikon und Sony.


Die Beispielbilder

Die Bilder habe ich allesamt im JPEG Format aufgenommen. Ich wollte Euch damit einen so realitätsnahen und unverfälschten Eindruck zur Wiedergabequalität des Objektivs wie möglich gewährleisten. Mir ist bewusst, dass es noch viele andere Einflussfaktoren zur Wiedergabequalität beitragen, für einen ersten Eindruck sollten diese Bilder allerdings ausreichen.

 

 

Fazit:
Die Arbeit mit dem Yashica Objektiv hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Objektiv werde ich sicher weiter behalten und hin und wieder einsetzen. Dennoch überwiegen für mich auf Grund der technischen Restriktionen die Vorteile der modernen Digitalfotografie.

Die analoge Anmutung der Bilder erinnert mich immer wieder an die ersten Gehversuche mit meiner Canon AE-1 und an die zahlreichen Fotodosen die ich als Jugendlicher immer zum Entwickeln gebracht habe.

Euch wie immer ein gutes Licht!
Euer Gerhard

Zum Start

Zitat der Woche (2)

„Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“

Henri Cartier-Bresson (1908 – 2004) war ein französischer Fotograf, Regisseur, Schauspieler, Zeichner, Maler und Mitbegründer der Fotoagentur Magnum. Er wurde durch seine künstlerische Schwarzweißfotografie bekannt.

Sarastro und die Strahlen über Bonn

Viele Fotografie Foren und Blogs sind voll mit Diskussionen über technische Belange der Fotografie. Da wird über kleinste Details enthusiastisch diskutiert und werden den meisten Betrachtern der fertigen Bilder wahrscheinlich nie auffallen und noch viel weniger stören.

Dennoch werden die meisten Hobbyfotografen immer mehr Abhängig von der Technik, verlieren sich in der Suche nach den richtigen Einstellungen und vergessen letztendlich auch auf die notwendige Auseinandersetzung mit dem gegebenen Motiven.

Mittler-weilen gibt es bei den Einsteigerkameras im Digitalen Segment dermaßen viele Kameraoptionen und vordefinierte Bild Looks die einem Einsteiger in die Welt der Fotografie förmlich überfordern.

Ich wage sogar zu behaupten, dass die meisten Hobbyfotografen einen Großteil der technischen Raffinessen nie ausnutzen oder benötigen wird.

Ich selbst verfalle auch immer wieder in diese Technikverliebtheit.

Als ich aber ich aber in der vergangen Woche dem Rhein entlang spazierte und nur ein Smartphone bei mir hatte, sah ich plötzlich ein wirklich tolles Motiv am Himmel. Ich zweifelte im ersten Moment ob der Bildqualität des Smartphones wurde aber eines besseren belehrt.

Wunderschöne Strahlen strömten durch die abendliche Wolkendecke und zauberten eine ganz besondere Lichtstimmung über Bonn. Zu dieser Lichtstimmung fiel mir in diesem Moment eine Passage aus Mozarts Zauberflöte ein.

Die Strahlen der Sonne vertreiben die Nacht,
Zernichten der Heuchler erschlichene Macht.“

Sarastro war mir wohlgesonnen und so gelang mir die Aufnahme mit dem Smartphone.

Das Bild ist technisch sicherlich nicht perfekt, aber es gelang mir die Stimmung dieses besonderen Moments einzufangen und wieder einmal bewahrtet sich der Spruch:

Die beste Kamera ist immer die Kamera die man dabei hat!“

Lasst Euch nicht die Freude an der Fotografie durch Diskussionen über technische Grenzen und Feinheiten der Fotografie zerstören. Selbst das billigste Smartphone kann Euch dabei hilfreich sein einen besonderen Moment einzufangen.

Stay tuned!

Euer Gerhard

Sonnenstrahlen über Bonn

Sonnenstrahlen über Bonn

Ab ins Grüne, Motive gibt es genug!

Langsam beginnt der Frühling und ich werde wieder aktiver mit meinen fotografischen Aktivitäten. Zuletzt war ich ein paar Tage in meiner Heimat Tirol im Urlaub und habe unter anderem wiederum die dortige Kirche zum heiligen Viktor fotografiert. Ein mir so vertrautes Motiv jedes mal aufs neue fotografisch interpretieren zu dürfen ist einerseits eine besondere Herausforderung in der Bildgestaltung und andererseits eine besondere Freude in der Auseinandersetzung mit dem Motiv. Dieses mal habe ich zur Komposition das Prinzip der Vergitterung gewählt und die Kirche zum Heiligen Viktor durch die Äste eines Baumes fotografiert.

Link: http://kematenintirol.at/

Das ‚Prinzip der Vergitterung‘ behandelt Albrecht Rissler in dem ausgezeichnetem Bildband ‚Komposition‘ welchen ich hier ausdrücklich empfehlen möchte. Rissler betrachtet angewandte Bildgestaltung als ein Handwerkszeug, dass so wichtig ist wie ein aufmerksames Auge oder das Wissen über die technischen Aspekte künstlerischer Arbeit.

Link: https://www.dpunkt.de/buecher/4594/komposition.html

Zwei Wochen früher war ich wieder draußen am Rennersee, die zu diesem Zeitpunkt tiefstehende Sonne machte es notwendig, dass ich besonders präzise mit der Belichtungsmessung vorging. Den zu starken Kontrasten zwischen den tiefen Tönen des Sees und den hellen Tönen der tiefstehenden Sonne waren meiner Kamera zu viel und ich beschloss den Horizont nur mehr durch die Spiegelung der Bäume im Wasser anzudeuten. Das nunmehr entstandene Foto hat einen leicht mystischen Touch und ich überlasse jedem selbst die tiefere Auseinandersetzung mit dem fotografierten Motiv.

Der Umgang mit Linien im Motiv gehört für mich zu den Dingen die mich immer wieder erneut reizen. Die Bonner U-Bahn bietet mit Ihrem bunten Farben und den klaren Linien eine besondere Motiv Vielfalt die ich gestern genutzt habe. Ich ging hinunter in die Station ‚Universität-Markt‘ und übte mich ohne vorhandenem Stativ in den besonderen Herausforderungen der Lowlight Fotografie. Ich hatte dabei drei Herausforderungen.

  1. Verwacklungen bei 1/30 s und 51mm Brennweite vermeiden
  2. Den Fokuspunkt so zu wählen, dass das Bild eine ausreichende Klarheit besitzt
  3. Die Tiefenschärfe trotz F 4.0 so zu erhalten, dass Bild seine Wirkung nicht verfehlt

Das Bild ist mir gelungen, dennoch möchte ich beim nächsten mal nicht auf ein Stativ und einen Polfilter verzichten.

Link: Stadtbahn Bonn

Der Frühling ist da, also worauf warten? Ab ins Grüne, Motive gibt es genug!

Stay tuned!
Euer Gerhard

Rennersee U-Bahn Bonn Kirche zum heiligen Viktor

Ein – gutes – Schwarz/Weiß Foto?

Die Frage was ein gutes Schwarz/Weiß Foto ausmacht beschäftigt mich schon seit längerem. Schwarz/Weiß ist eine Ausdrucksform der Fotografie die sich immer noch großer Beliebtheit erfreut und genügend Potential hat um ausgebaut zu werden. Egal ob Analog oder Digital, jeder ambitionierte Fotograf wird an der beeindruckenden Ausdrucksform der Schwarz/Weiß Fotografie nicht vorbei kommen.

Wer kennt nicht die wunderbaren Landschaftsaufnahmen aus dem Yosemite National Park eines Ansel Adams, die berühmten Straßenfotografien eines Henri Cartier-Bresson oder die beeindruckenden Portraits eines Yousuf Karsh?

Doch was macht den Glanz, die Anmut dieser Bilder aus? Liegt es rein an der entsprechenden Schwarz/Weiß Ausarbeitung in Verbindung mit der Dodge and Burn Technik in Photoshop oder geröhrt einfach mehr dazu?

Für mich erfordert Schwarz/Weiß Fotografie immer eine gehörige Portion Abstraktionsfähigkeit, ein ausgewogenes Kontrastverhältniss sowie ein Auge für das Erkennen von Licht- und Schattenspiel.

Doch diese Elemente reichen für ein gutes Schwarz/Weiß Bild mit einer gehörigen Portion Spannung nicht aus, vielmehr unterstreichen diese die Bildaussage eines Motivs. Wie immer in der Fotografie ist unser Bildverständnis durch die jahrhundertelange Entwicklung der Kunstgeschichte beeinflusst und erfordert daher ein gutes Geschick für die richtige Mixtur von Motiv, Bildsprache und Bildgestaltung.

Im Umkehrschluss bedeutet dies für mich, dass nicht die Schwarz/Weiß Entwicklung als solches ein Bild zu einem guten Foto macht, sondern, daß zuerst die zentralen Elemente der Bild- Gestaltung/Sprache stimmig sein müssen. Treffen diese Elemente stimmig zusammen unterstreicht Schwarz/Weiß die Wirkung und Anmut des gewählten Motives.

Schwarz/Weiß lenkt unser Auge nicht durch bunte Farben auf die unwesentliche Elemente im Bild ab, sondern fordert den Betrachter auf sich auf die Bildaussage des vorliegenden Fotos zu konzentrieren.

Fazit:
Wenn wir die Botschaft eines Bildes nicht verstehen, wird auch die Schwarz/Weiß Ausarbeitung nicht mehr zu einem guten Foto verhelfen.

Stay tuned
Euer Gerhard

Buchempfehlungen:

400 Photographs von Ansel Adams erschienen im Verlag Little, Brown and Company

Karsh Potraits von Yousuf Karsh erschienen im Verlag von University of Toronto Press

Stairway to heaven Baum beim Sportplatz SDC10377

Wandern

Ich komm immer mehr zur Überzeugung, dass es Sinn macht irgend eine Form von Fotoapparat immer und überall mit dabei zu haben.

Ich habe es mir angewöhnt insbesondere beim Wandern in der Natur immer eine Kamera mit mir zu haben. Das beginnt mit meiner analogen Zenith Kamera und endet mit einem einfachen Schnappschuss mit meinem Mobiltelefon.

Nicht alle gesehenen und fotografierten Motive werden zu einem wirklich tollen Bild, es reichen manchmal auch die banalsten Schnappschüsse um die Orte, Sehenswürdigkeiten und Personen auf meinen Wanderungen zu dokumentieren. Manchmal suche ich in meiner Fotodatenbank die Bilder heraus die ich vor einem Jahr fotografiert habe und freue mich alleine über die Momente von damals.

Meist zeige ich die Bilder dann meiner Frau und stell die Frage „Schatzi, weist du noch……?“
Wir wundern uns dann oft, wie sehr sich die Dinge ändern und sind froh, dass wir eben diese Momente festgehalten haben.

Das eine oder andere mal sind dann auch wirklich gute Bilder dabei, Bilder über die ich mich auch noch Tage und Wochen danach freue oder gar ausdrucke, einrahme und aufhänge.

Gestern ist mir wieder so ein Bild gelungen, ich hatte kein Stativ dabei, es war keine besonders gute Lichtsituation aber das Motiv alleine ist schon so positiv dominant, dass es keiner weiteren Kommentierung benötigt.

Solche Details sind mir vor zwei Jahren noch nicht aufgefallen, aber seit ich mich mit Fotografie beschäftige, entwickle ich einen ganz speziellen Blick der es mir ermöglicht Euch solche Bilder zu zeigen.

Stay tuned!

Euer Gerhard

Winterwonderland

Winterwonderland

Happy Birthday Peter Lindbergh!

Heute vor genau siebzig Jahren am 23.11.1944 erblickte der Entdecker des Supermodel Mythos Peter Lindbergh das Licht der Welt. Ich freue mich ganz besonders, dass ich hier im Blog bereits zweimal über Ihn in meinen BlogeinträgenPeter Lindbergh und die Schönheit‘ und ‚Peter Lindbergh und die Flasche mit dem Glas‘ geschrieben hatte.

Zum Anlass seines siebzigsten Geburtstag bringt Peter Lindbergh einen neuen Band seines Buches ‚Images of a Women‘ als ‚Imagers of a Women II‘ heraus, welches noch im November im Verlag Schirmer/Mosel veröffentlicht wird.

Zudem veröffentlicht der FAZ Redakteur Freddy Langer eine wunderbare Hommage an Peter Lindbergh auf FAZ.net.

Er schreibt im Bericht ‚Die Suche nach dem intensiven Blick‘ über die Entstehung des ‚Supermodel Mythos‘ mit den jungen, frechen und frischen Gesichtern von Tatjana Patitz, Linda Evangelista und Naomi Campbell, Cindy Crawford und weiterer weltbekannter Modells.

Peter Lindbergh sei nie ein ‚Mädchenfotograf‘ ,sondern vielmehr ein ‚Frauenfotograf‘ gewesen. Seine Auftraggeber seien an Bildern in welchen man ‚die unprätentiöse Lust am Leben und die eigene Weiblichkeit erkennt‘ interessiert gewesen. Besonders das Gefühl, es würde eine Geschichte erzählen lässt sich in seinen Werbebildern und Modestrecken ableiten.

Eine Passage des Berichtes  von FAZ Redakteuer Freddy Langer die mir besonders gut gefällt, weil diese die Arbeit von Peter Lindbergh besonders gut beschreibt, erlaube ich mir hier zu zitieren:

Fast immer bohren sich die Blicke direkt ins Objektiv der Kamera, und man sollte nun annehmen, dass umgekehrt der Betrachter durch ebendiese Augen direkt in die Seele all dieser Damen schaut. Das aber passiert nicht. Sie bleiben vielmehr rätselhaft, sphinxisch. Und man prallt an diesen Augen ab. Eher gleichen sie Spiegeln, in denen man sich nur selbst reflektiert.

Ich werde mir das neue Buch mit Texten von Wim Wenders, Peter Handke, Werner Spies ua. Jedenfalls sobald als möglich kaufen und freu mich schon auf die intensiven Blicke der Modells.

So long, stay tuned!
Euer Gerhard

Links: