Reisebericht KOS – Teil 4

Die rote Flagge wehte am leergefegten Strand, schwimmen im Meer war bedingt durch die hohen Wellen nicht erlaubt. Alle Pools am Hotel Areal waren ebenso leer und ein sehr großer Anteil der Gäste hielt sich lieber in den Zimmern als im Freien auf. Den ganzen Tag über stürmte es, am Strand blies einem der Wind den Sand ins Gesicht so, dass man fast an ein kostenloses Haut Peeling glauben konnte.

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Ich nutzte die Zeit und erkundete einen weiteren Strandabschnitt und die dort einbetonierte zweite Bunkeranlage. Diese Bunkeranlage war in einem deutlich besseren Zustand als die erste, aus persönlichen Sicherheitsbedenken entschied ich mich allerdings diese nicht zu betreten. Stattdessen fotografierte ich die raue See und wäre dabei fast samt meiner Kamera ins Wasser gefallen.

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Am späteren Nachmittag wurde der Wind unangenehm kalt und wir entschieden uns den geplanten Ausflug nach Tigaki zu verschieben.

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Ob das Wetter besser wurde, lest Ihr morgen.

Stay tuned
Euer Gerhard

Reisebericht KOS – Teil 3

Sanfter warmer Wind wehte uns heute über den ganzen Tag entgegen und wir genossen die angenehmen Temperaturen. Gleich am Morgen begaben wir uns zu den zwischen den Gebäudegruppen innen liegenden Pools und schwammen unsere ersten Längen. Die innen liegenden Pools haben den großen Vorteil, dass sie nicht so von den Urlaubsgästen überlaufen sind und eine gute Schwimmdistanz in der Länge aufweisen. Meistens sind genügend Liegen frei, wir suchten uns wie immer die ruhigeren Plätze aus, da wir die Dauerbeobachtung anderer Gäste möglichst vermeiden wollen.

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Zu Mittag nutzen wir die Gelegenheit und erkundigten uns über die öffentlichen Verkehrsmittel in der Umgebung. Wir haben Tickets für Fahrten nach Tigaki und nach Kos Stadt gekauft und wollen diese am Freitag besuchen. In der direkten Umgebung des Hotel Astir Odysseus gibt es je in Fahrtrichtung KOS und Tigaki eine Bushaltestelle die fußläufig innerhalb ein paar Minuten erreichbar ist.

Zu dieser Uhrzeit kann man tolle Schattenspiele in der Hotelanlage beobachten, diese wollte ich für Euch einfangen. Mir war es dabei wichtig, dass sowohl die Schatten als auch die Lichter möglichst korrekt belichtet sind. Dies stellte mich mit meiner kleinen Kompaktkamera vor eine spannende Herausforderung. Ich musste die Bild-wichtige Aussage herausarbeiten und gleichzeitig entscheiden, welche Bestandteile des Bildes wegfallen, oder weniger deutlich betont werden sollten. Ich hielt mich an den alten Lehrsatz, belichtete auf die Lichter und fotografierte die verschiedenen Motive.

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Am Nachmittag verbrachten wir noch einige Zeit am Meer und ich erkundete die betonierten Kriegsrelikte, vermutlich aus dem zweiten Weltkrieg, die hier am Strand allgegenwärtig sind. Im inneren dieser teilweise zerstörten Schießscharten konnte ich nach meinem Dafürhalten verrostete Lafetten für Maschinengewehre identifizieren, eine genauere Geschichte zu diesen Bunkeranlagen konnte ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht in Erfahrung bringen. Es ist fast schon gespenstisch wie Nah Vergnügen und Leid beieinanderliegen.IMG_4245.JPG

Leider hatte ich kein Ministativ in meinen Koffer eingepackt, dadurch konnte ich bis jetzt noch keine Abendaufnahmen von den eindrucksvoll beleuchteten Hotelanlagen für Euch aufnehmen.

Morgen Abend geht es nach Tigaki, in diesem Blog lest Ihr dann mehr dazu.

Stay tuned
Euer Gerhard

Reisebericht KOS – Teil 1

Regen war seit Wochen angekündigt, doch an diesem Morgen zeigte sich Sankt Augustin wieder nur grau in grau mit Wolken überzogen. Meine Frau gut gelaunt, der Koffer gepackt, Kamera und Fotograf für jegliches Foto vorbereitet, jetzt konnte die Reise starten.

Die Anreise zum Flughafen Köln Bonn war mit dem komfortablen Taxi wie immer pünktlich, der Check-in und Security Prozess stand unmittelbar bevor. Angesichts des schnellen Check-in Vorgangs entschieden wir uns für ein ausgedehntes Frühstück.

Hätten wir bereits zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass unser Flug um eine Stunde verspätet in Bonn ankommt, wären wir von vorne herein später zum Flughafen gefahren. Wir überbrückten die Zeit mit Lesen und konnten dann zügig in das Flugzeug einsteigen.

Kaum gestartet, landeten wir nach einem etwa einstündigen Flug an unserem Zwischenstopp Zürich, wo wir mehrere Stunden auf unseren Flug nach KOS warten mussten. Zürich wird oft als Hauptstadt der Schweiz bezeichnet, richtig ist aber, dass die Hauptstadt der Schweiz die Stadt Bern ist. Unabhängig dessen präsentierte sich der Züricher Flughafen als ein hochmoderner und architektonisch durchgestylter Luxuseinkaufstempel.

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Meine Frau und ich konnten uns keine Luxus Uhr um siebentausend Schweizer Franken leisten und so hielten wir uns lediglich für die Mittagspause in der Sports Bar am Flughafen auf. Die restliche Zeit verbrachten wir wiederum mit Lesen und nutzen für zwei Stunden das kostenlose W-LAN Internet am Flughafen.

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Unser Flug wurde zum Boarding aufgerufen, der Flug sollte eine Premiere werden, wir flogen mit der für uns bis dahin unbekannten Edelweiss Air nach KOS. Mit dieser Airline waren wir sehr zufrieden, wir erhielten on Board ein super Service, konnten aus verschiedenen Tageszeitungen und dem Flugzeug eigenen Entertain Programm wählen und wurden darüber hinaus super verköstigt.

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Am Flughafen KOS gelandet mussten wir lange auf das Gepäck warten und wurden danach von der Reisebegleitung zu unserem Transferbus verwiesen. Kaum überraschend, war unser Hotel Astir Odysseus als letztes im Transferprogramm vorgesehen und so dauerte es noch bis halb zehn am Abend bis wir endlich an unserem Urlaubsziel angekommen waren.

Wie es uns dort die nächsten Tage erging, lest ihr hier in Kürze.

Stay tuned!
Euer Gerhard

 

 

Reisebericht KOS – Teil 2

Ein goldener Sonnenstrahl im Schlafzimmer weckte uns am ersten Morgen auf der Insel Kos auf und erinnerte uns daran, dass wir nun endlich am Meer angekommen waren. Von unserem Zimmer aus konnten wir sowohl das schillernd blaue Meer als auch die türkische Küste sehen. Von unserem Balkon konnten wir das zu unserer Gebäudegruppe innenliegende Gemeinschaftspool überblicken und freuten uns schon auf unseren ersten Badetag.

Es ist eine Besonderheit dieses Hotels, dass die einzelnen Gebäudegruppen jeweils ein eigenes Pool zur Verfügung haben. Von manchen Balkonen aus kann man direkt ins Badevergnügen steigen, für gut situierte Gäste steht zudem ein privater Pool ähnlich der Größe eines Whirlpool zur Verfügung.

Wir entschieden uns gleich nach dem Frühstück ans Meer zu gehen und fanden sofort zwei freie Liegen und einen Sonnenschirm. Die angenehmen sechsundzwanzig Grad und die erfrischende Wassertemperatur waren das richtige Willkommensgeschenk und luden uns zur Erholung ein. Einzig und allein die für die östliche Ägäis typischen Steinstrände sind beim Betreten des Meers etwas unangenehm, doch wir hatten rechtzeitig vorgesorgt und schützende Badeschuhe mitgebracht.

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Raus aus dem Bad, abgetrocknet, jetzt musste meine Kamera das Fotografenherz mit ein paar neuen Strandaufnahmen höherschlagen lassen. Eine in Richtung Türkei aufkommende Wolke bot sich als erstes wirklich gutes Motiv an. Ich wählte die maximale Blende (f 8.0) meiner Kamera und belichtete auf die Wolken die in diesem Fall den hellsten Teil der vorhandenen Lichter darstellten. Durch diese Belichtung verlor ich keine Details in den Lichtern und konnte die Schatten der Szene richtig abbilden.

Am späteren Nachmittag fotografierte ich auch noch den Weg zum Strand als auch die sich im Pool spiegelnden Palmen. Die Pools, das Hotel und die Zimmer sind sauber und top gepflegt, die moderne Architektur des Hotels lädt mit tollen Motiven zu weiteren Aufnahmen ein.

Welche Motive ich für Euch gefunden habe erfährt Ihr morgen.

Stay tuned!
Euer Gerhard

 

Shooting mit Lea

Lea ist der Grund, warum es nach längerer Pause wieder an der Zeit ist, einen Blogbeitrag zu schreiben. Heute möchte ich Euch über die Entstehung der tollen Fashion- und Portraitaufnahmen mit Lea berichten.

Über eine befreundete Hobby- Fotografin, deren Homepage bald online geht, lernte ich das erfahrene und gut gelaunte Modell kennen. Wir vereinbarten einen Treffpunkt in Sankt Augustin und trafen uns am frühen Abend am vereinbarten Aufnahmeort. Als Kulisse wählten wir den von uns an einem der Vortage ausgewählten Stapel runder Heuballen, die mit einer Plane überzogen waren.

Es war auch das erste Mal, dass ich mich ohne Anleitung eines erfahrenen Fotografen traute, außerhalb eines Workshops mit einem erfahrenen Modell zu arbeiten. Bislang traute ich mich mangels herzeigbarer Ergebnisse in der Peoplefotografie nicht ein Modell zu kontaktieren und um Aufnahmen zu bitten.

Die befreundete Fotografin und ich hatten uns bereits zuvor ein paar Aufnahmesituationen, sowie die Kleidung als auch die passende Schminke überlegt und diese mit dem Modell per E-Mail vorbesprochen.

Zu meiner Überraschung gab es am Set ein paar Gläser, eine Flasche Hugo und Mineralwasser, für das leibliche Wohl war gesorgt. Nach ein paar Einstellungen an der Kamera begann auch schon das Shooting und da Lea bereits viel Erfahrung im Posing mitbrachte, konnte ich mich auf das eigentliche Shooting konzentrieren.

Wir arbeiteten bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich mit ‚available light‘ und einem silbernen Reflektor als Aufheller. In einigen Positionen diente dieser Aufheller wiederum als Diffusor (ohne Überzug) um das steil einfallende Sonnen- bzw. Gegenlicht abzumildern.

Ich arbeitete mit einer 50mm und einer 85mm Festbrennweite, wobei ich mit der 50mm Festbrennweite deutlich besser zurechtkam. Dies lag unter anderem daran, dass ich mit dem 50mm Objektiv bereits deutlich öfter gearbeitet hatte und lieber aus der Nahdistanz mit dem nötigen Respektabstand zum Modell arbeite.

Durch die angenehme und beruhigende Art des Modells fühlte ich mich sehr wohl und ich probierte Aufnahmen von vielen verschiedenen Positionen. Am meisten Spaß machten mir die Aufnahmen, welche ich von oben am Heuballen liegend machte.

Die zweite Fotografin und ich tauschten uns regelmäßig aus und so konnte ich mich einerseits erholen und anderseits deren Herangehensweise beobachten und daraus lernen.

Da die Stimmung am Set super war, setze ich mein Smartphone als Musikplayer ein und wir hörten zum Wohlgefallen von Lea harte Riffs von ‚System of a Down‘, ‚Soulfy‘ und anderer Gruppen.

Als förderlich erwiesen sich in diesem Shooting die folgenden Rahmenbedingungen:

  • Wir hatten uns bereits im Vorfeld mit dem Modell über unsere Wünsche ausgetauscht
  • Mit meiner befreundeten Hobby Fotografin besuchte ich bereits zuvor die geplante Location und wir konnten uns ausführlich mit den dort herrschenden Lichtverhältnissen auseinandersetzen
  • Wir konnten die gute Stimmung durch Wasser, eine Flasche Hugo 😉 und gute Musik fördern
  • Ich nehme immer weniger Equipment mit zum Shooting, dieser Purismus lässt mich stärker auf die Szenerie fokussieren und lenkt mich nicht mit technischen Spielereien vom eigentlichen Geschehen ab.

Mit einem Schwarz-Weiß Foto von Lea in welchem ich ein wenig von meinem großen Vorbild Peter Lindbergh abgeschaut hatte erfüllte ich mir einen kleinen Wunschtraum und zugleich habe ich jetzt weniger Berührungsangst zur Peoplefotografie.

Da mir die Arbeit mit Lea sehr viel Spaß gemacht hat, möchte ich auch gerne Werbung für die Arbeit von Lea machen. Schaut Euch doch einfach mal die Sedcard von Lea an.

http://www.kr-models.de/de/model_Lea_id6057

Träumt Eure Träume!

Euer Gerhard

 

Piano mit Spiegelung

Aufnahmen für die ‚Erste Wiener Klavierschule‘

Der Verein Erste Wiener Klavierschule möchte dessen Web Auftritt professionalisieren. Aus diesem Grund bat mich der künstlerische Leiter und gleichzeitig mein Freund Alphonse Sauer einige Aufnahmen der Räumlichkeiten in Königsdorf bei Köln zu machen.

Innenräume gehörten bisher nicht zu meinem fotografischen Repertoire und so empfand ich die Bitte als willkommene Herausforderung. Die Räumlichkeiten kannte ich bereits seit der Eröffnung der Klavierschule, dort durfte ich bereits die damit verbundenen Feierlichkeiten fotografisch begleiten.

Den Fotos in bekannten Interieur Magazinen ist eines immer anheim, alle Räumlichkeiten wirken sortiert, klar und nicht inhaltlich überladen. Aus diesem Grund war es mir besonders wichtig, den dortigen Raum so darzustellen, dass das Motiv eine gewisse Ruhe und Professionalität auf den Betrachter ausstrahlt. Ich musste mich vor Beginn der Aufnahmen noch einmal intensiv mit den Begebenheiten vor Ort auseinandersetzen und störende, nicht Bild wichtige Elemente reduzieren und aussortieren.

Der wichtigste Raum ist der Kammermusik Saal welche dem Piano den notwendigen Resonanzkörper, dem Künstler die Verbindung mit den Zuhörern bieten soll. Gleichzeitig soll der Raum zum sich wohl fühlen einladen.

Kammermusik Saal

Kammermusik Saal

Die Symbiose dieser Elemente galt es in eine fotografische Botschaft umzuwandeln. Ich identifizierte das Piano als Hauptelement der Botschaft und brachte die Stuhlreihen in Einklang mit der Symmetrie des Raums. Als Herausforderung entpuppte sich die Position des Pianos, da dieses nicht symmetrisch zu den Verläufen der Bodenfliesen, bzw. Deckenelemente aufgestellt war. Die Position des Pianos konnte aus Gründen des spezifischen Klangbildes in eben dieser Position nicht geändert werden.

Ich entschied mich für die Aufnahme aus der sitzenden Perspektive, hellte das Piano mit einem Blitz auf und nach kleineren Korrekturen fotografierte ich das erste von drei Bildern.

Zu den technischen Details:

  • Kamera am Stativ
  • Spiegelvorauslösung ein
  • Blitz auf Stativ, 45° links, Bounce über die weiße Dekcenwand
  • Auslösung der Aufnahme mit 10s Timer

Den Aufhell Blitz konnte ich auch super bei der zweiten Aufnahme einsetzen. Bei dieser Aufnahme wollte ich die Charakteristik des Klaviers herausarbeiten und wählte eine Aufnahmeposition direkt hinter dem Piano. Den entfesselten Blitz hielt ich mit einer Hand in den Resonanzraum des Pianos und erhielt dadurch eine ausgewogene Belichtung und obendrein eine wunderschöne Spiegelung an dessen Deckel.

Piano mit Spiegelung

Piano mit Spiegelung

Als dritte und letzte der Hauptaufnahmen fotografierte ich noch das Künstler Zimmer. Das Künstler Zimmer bestach durch seine farblich warme und einladende Gestaltung, welche ich dem Betrachter mit meiner Aufnahme nahe bringen wollte. Auch hier setzte ich wiederum den Aufhell Blitz 45° zur Decke ein.

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Künstler Zimmer

Als hilfreich erwies sich bei diesen Aufnahmen der Handbelichtungsmesser, es war mir damit möglich, die einzelnen Bildelemente separat zu messen und eine ausgewogene Belichtung herzustellen. Darüber hinaus arbeitete ich ausschließlich mit manuellen Einstellungen, dies sowohl bei der Kamera als auch beim Blitz.

Mit dem Bildergebnis sind Alponse und ich glücklich und ich freu mich, wenn ich die Bilder schon bald auf der Homepage des Vereins der ‚Ersten Wiener Klavierschule‘ sehen darf.

Stay tuned
Euer Gerhard

Link:
Erste Wiener Klavierschule
Alphonse Sauer