Archiv des Autors: Gerhard Posch

Erzherzog Karl

Eine Frage der Perspektive

Man soll auch einmal die Perspektive wechseln um interessante oder gar neue Eindrücke eines Motivs zu fotografieren, meinen Profifotografen in allen Fotobüchern, Online Tutorials und Foto Workshops.

Als ich begann, mich ernsthaft mit der Fotografie auseinanderzusetzen, war mir die Relevanz der Perspektive noch nicht bewusst und ich beschäftigte mich zu viel mit den technischen Belangen der Fotografie.

Das verändern der Perspektive erfordert meist auch die Veränderung der eigenen Position zum Motiv, womöglich sogar das einnehmen einer unbequemen Körperhaltung. Wer kniet schon gerne auf Asphalt oder mit der Kamera am Waldboden, während sich die Ameisen dem Körper entlang arbeiten?

Ich selbst gehöre eher zur bequemen Fraktion der Fotografen und ich muss mich häufiger überwinden um wirklich gute Bilder fotografieren zu können.

Neulich war ich wieder für ein Wochenende in Wien und meine Kamera war natürlich mit dabei. Wien bietet schier unendlich viele interessante Motive und langweilig wird einem in der Tag und Nacht pulsierenden Stadt ohnedies nie. Ein Motiv, von welchem mir noch nie ein gutes Bild gelang, ist die Reiterstatue Erzherzog Karls von Anton Dominik Fernkorn am Wiener Heldenplatz.

Fernkorn hielt der psychischen und körperlichen Belastung des Auftrags nicht stand: Noch vor der Fertigstellung des Standbildes des Prinzen Eugen wurde er unter ärztliche Aufsicht gestellt und verbrachte schließlich den Rest seines Lebens in einer Irrenanstalt.
[Quelle: Die Welt der Habsburger]

Ich hatte mehr Glück als Fernkorn und dieses Mal näherte ich mich aus Richtung Volksgarten an die Statue. Durch die genaue Beobachtung fiel mir auf, dass der Blick des Erzherzogs nach hinten führt, der Rest der Statue jedoch nach vorne in Richtung der zweiten Statue des Prinzen Eugens ausgerichtet ist.

Aus der Portraitfotografie ist mir bekannt, dass Blicke die Spannung im Motiv erzeugen und den Betrachter ans Bild fesseln. Damit das Bild wirklich funktioniert, musste Ich nur mehr den Kontext zwischen dem Blick des Erzherzogs und der kriegerischen Körperhaltung der Statue herstellen.

Erzherzog Karl, der Bruder des Kaisers Franz II./I.,  besiegte in der Schlacht von Aspern als erster Feldherr Napoleon und war ein besonders mutiger Vertreter des Hauses Habsburg.

Ich bin mit dem Bildergebnis zufrieden, für mich hat sich das Wechseln der Perspektive jedenfalls gelohnt. Das Bild ist nicht langweilig und ich habe wieder etwas dazugelernt du werde meine Bequemlichkeit jetzt öfters beiseitelegen.

Viel Spaß beim Perspektive wechseln!

Stay tuned!
Euer Gerhard

p.s.:
Gefällt Euch mein Blog? Ja, dann bitte hinterlässt ein Kommentar oder werdet ein Follower.

Link: Zwei Männer zu Pferd küren den Heldenplatz

 

Zitat der Woche (10) / Richard Avedon

Richard Avedon
Foto by: Andy Bey, Herb Jordan at Avedon’s Studio 2004

 

„Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren, so als ob es ihn nie gegeben hätte.“

 


Richard Avedon (* 15. Mai 1923 in New York City; † 1. Oktober 2004 in San Antonio, Texas) zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Richard Avedon wurde als Kind russisch-jüdischer Immigranten am 15. Mai 1923 in New York City geboren. Avedon trat mit 14 Jahren als Schriftsteller (mit James Baldwin) hervor; nach der Militärzeit studierte er bei Alexey Brodovitch in New York am Design Laboratory. Den ersten Auftrag erhielt Avedon von der begabten Fotografin Lillian Bassman, die für Junior Bazaar als künstlerische Leiterin tätig war. 1946 gründete er das Richard Avedon Studio in New York und belieferte fortan den New Yorker mit Porträtfotografien. Von 1945 bis 1965 war er als Fotograf für die Modezeitschrift Harper’s Bazaar tätig wo er stark durch den Stil der Fotografin Louise Dahl-Wolfe geprägt wurde. Ab 1947 arbeitete Avedon auch für Vogue. Er galt fortan als das Wunderkind der Modefotografie. Bereits 1950 verlieh ihm der Art Directors Club in New York die Highest Achievement Medal. 1957 wurde Avedons Karriere in dem Musical Ein süßer Fratz verfilmt.Fred Astaire spielte dabei die Rolle des Modefotografen „Dick Avery“. Avedon selbst arbeitete als visueller Berater am Film mit.

Avedon wurde zunächst als Modefotograf bekannt, wo er durch seine fantasievolle Gestaltung wegweisend wirkte. Er war der erste, der das Studio verließ und Haute Couture in alltäglicher Umgebung darstellte. Am bekanntesten ist ein Bild zur Dior-Collection geworden, auf dem das US-amerikanische Fotomodell Dovima in einem Stall vor angeketteten Zirkuselefanten posiert.

Neben der Mode- wandte er sich der Porträtfotografie zu. Wie breit sein Interessengebiet ist, zeigt unter anderem seine Dokumentation der Bürgerrechtsbewegung im Süden der USA im Jahr 1963. Avedon ging aber auch in Kliniken, porträtierte dort Geisteskranke und, als bitteres Statement gegen den Krieg, vietnamesische Kinder, die im Krieg von Napalm verbrannt worden waren. Dies ist das einzige Mal, dass in seinen Bildern Gewalt zu sehen ist, denn er war der Überzeugung, dass Bilder von Gewalt nur wieder Gewalt erzeugen.

Avedon starb am Freitag, dem 1. Oktober 2004, an den Folgen einer Hirnblutung in Texas mit 81 Jahren. Er war unterwegs für eine Wahlkampf-Reportage.

Quelle: Wikipedia


Links:


 

LED Lichterkette (c) Gerhard Posch

Licht und Schatten

Zu den Fotos die mir besonders gut gefallen, gehören Motive in denen der Fotograf geschickt mit dem Verhältnis von Licht und Schatten spielt. Das richtige Verhältnis von Licht und Schatten gehört für mich neben Bildaufteilung, Perspektive, Bildwirkung und diversen technischen Aspekten zur Essenz einer gelungenen Bildaussage.

Wirklich bewusst geworden ist mir die Essenz Licht und Schatten erst richtig in der Auseinandersetzung mit den Inhalten des in der Edition PROFIFOTO erschienen Buchs ‚CAPTURING Light – Das Herz der Fotografie‘ von Michael Freeman.

Dieses Buch aus dem mitp-Verlag hat beim Deutschen Fotobuchpreis 2014 die Auszeichnung „Siegertitel – Silber“ gewonnen und dient mir als Inspirationsquelle.  Es hilft mir dabei die verschiedenen Lichtstimmungen besser zu identifizieren und für meine Aufnahmen zu nutzen.

Eine Ausprägung von Licht und Schatten die Freeman auf den Seiten ‚146 – 151‘ im Kapitel ‚Gemustertes Licht‘ beschreibt, habe ich mir als Vorbild für eine meiner neuesten Aufnahmen genommen.

Die LED Dekoration in unserem Bad zeichnet in der Dunkelheit ein wundervolles Muster auf die Fließen im Hintergrund und erzeugt dadurch eine romantisch ausgeglichene Stimmung im Bad.

Bei der ersten Auseinandersetzung mit diesem Licht und Schattenspiel störten mich die Kabel der Lichterkette und ich versuchte sie nach hinten zu drehen. Dies hatte zur Folge, dass sich auch die Lichter (Goldenen Kugeln) drehten und die wirkungsvollen Schatten verloren gingen. Ich habe mich dann für die Muster an der Wand entschieden, denn ohne die Muster geht die Bildaussage des Motivs völlig verloren.

Diese kleine Veränderung zeigte mir, dass störende Elemente nach hinten treten, wenn dadurch die dominierenden Elemente für die Bildwirkung nicht aus dem Vordergrund gerückt werden.

Zur Umsetzung des Bildes:

  • Kamera am Stativ
  • Fokus auf die mittlere Kugel neben der Schildkröte
  • Blende F/8.0 bei ISO 100, Belichtungszeit 2 Sekunden
  • Objektiv: 50mm Festbrennweite
  • Spiegelverriegelung ein, Kabelauslöser
  • Reine RAW Bearbeitung, kein Photoshop

Gute Motive finden sich auch zu Hause in der eigenen Wohnung und sie lassen sich relativ einfach in aussagekräftige Bilder umsetzen. Lasst Euch in Eurer Fotografie nicht durch teurere Studio Umgebungen, aufwendige Lichtsets und langwierige Photoshop Nachbearbeitungen blenden oder gar behindern.

Wichtig ist, dass Euch die Fotografie Spaß macht und Ihr immer das notwendige Interesse für Eure Motive mitbringt.

Stay tuned,
Euer Gerhard

Links:

Zitat der Woche (9) / Karl Lagerfeld


„Was ich an Fotos mag, ist, dass sie einen Moment festhalten, der für immer weg ist und den man unmöglich reproduzieren kann.“


Aktueller Bildband: 
Choupette: Aus dem Leben einer Katze an der Seite von Karl Lagerfeld


 

Karl Otto Lagerfeld (* 10. September 1933 in Hamburg) ist ein deutscher Modeschöpfer, Designer, Fotograf und Kostümbildner.

Neben der Mode und der Kostümbildnerei entdeckte Lagerfeld 1987 die Fotografie als neues Betätigungsfeld. 1996 erhielt er für seine Arbeiten den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie.[104] Vom 11. November 2006 bis 18. Februar 2007 wurden 350 Fotografien und Multimedia-Installationen Lagerfelds in der Berliner Galerie C/O Berlin ausgestellt. Unter dem Titel One Man Shown zeigten sie alle das US-amerikanische Fotomodell Brad Kroenig, das der Designer entdeckt und gefördert hatte. Die klassischen Schwarzweiß-Porträts, die in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren entstanden und sowohl Modeaufnahmen als auch Aktfotografien einschlossen, waren beim Publikum erfolgreich.

Die Kritik reagierte verhalten und teilweise ablehnend auf die fotografischen Studien Lagerfelds. Während das Magazin Der Spiegel die Gleichförmigkeit der Bilder anprangerte und attestierte, dass der Modeschöpfer auch Langeweile perfekt verkaufen könne, kritisierte der US-amerikanische Star-Fotograf David LaChapelle Lagerfeld als „Dilettanten“, welcher der Geschichte der Fotografie nichts Neues hinzuzufügen hätte. Lagerfeld war u. a für die Werbekampagne der Champagnermarke Dom Pérignon verantwortlich und arbeitete dabei wieder mit Claudia Schiffer zusammen. Für den Volkswagen-Konzern inszenierte er die Werbung für das Phaeton-Modell und ist ebenfalls im Werbefilm für eine Sonderedition des Golf zu sehen.

Für die Märzausgabe 2011 des deutschen Playboy fotografierte er Natalia Wörner. In einer modernisierten Fotostory des antiken Mythos von Daphne und Chloe nach dem griechischen Dichter Longus inszenierte er die beiden Models Baptiste Giabiconi und Bianca Balti vor der Naturkulisse Südfrankreichs. Der Bildband Moderne Mythologie aus dem Jahr 2013 zeigt Lagerfelds Vorstellung des idyllischen Lebens in monumentalen Schwarzweiß-Fotografien, angelehnt an die klassische Textquelle.

Quelle: Wikipedia

 

Analoge/Digitale Fotografie mit dem Yashinon-DX 50mm F/1:2

Die guten alten Analog Zeiten

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe.Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte.

Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück.

Entgegen den heutigen Digitalbildern die man sofort am Kamera Display beurteilen kann, wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedingungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich.

Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen.

Ich besitze ein Yashica Objektiv und wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und damit verbunden wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen.

 

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich die guten alten Analog Zeiten wirklich gut gekannt habe. Ich bin mir sicher, dass Du, oder der eine oder andere Leser meines Blogs schon wesentlich mehr über diese Zeit erzählen könnte. Die Fotos, welche ich mit meiner Canon AE-1 aufgenommen hatte, brachte ich immer zur SCHLECKER Filiale in meiner Heimatgemeinde zur Entwicklung. Dort steckte ich die Filmdosen in die klassischen Fototaschen, kreuzte meine Entwicklungswünsche an und erhielt die Negative sowie die fertig entwickelten Bilder nach ungefähr 1-2 Wochen wieder zurück. Entgegen den heutigen Digitalbildern wurde ich von den entwickelten Bildern sowohl positiv als auch negativ überrascht. Damals war meine Fotografie eine Glückssache, ich hatte von den technischen Grundbedinungen (Blende,Zeit,ISO) kaum eine Ahnung und Fehlbelichtungen waren unvermeidlich. Die Erfahrung im Umgang mit Chemikalien in der Dunkelkammer fehlt mir komplett und dennoch reizt es mich immer wieder zur analogen Technologie zurückzugreifen. Neben meiner Zenith XP 12 und der HOLGA besitze ich auch noch eine Yashica Objektiv. Ich wollte dieses Objektiv besser kennen lernen und wieder ein Stück mehr das Analog Gefühl der Entschleunigung erleben. Aus diesem Grund habe ich das Yashica Objektiv mittels eines M-42 Adapters an meine Canon DSLR angeschlossen und ein paar Motive fotografiert. Die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe, möchte ich gerne mit Dir teilen. Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen: Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier) Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung Alle Bilder entstanden 'Out of the cam' im JPEG Format Kamera: Einsteiger DSLR - Canon EOS 1100 Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12 M-42 Adapter: Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (

EOS 1100D mit Auto Yashinon-DX 50mm f/1:2

Ich habe alle Bilder unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen:

  • Als Lichtquelle diente Ausschließlich Available Light mit Unterstützung von Aufhellern (Reflektor, Weißes Papier)
  • Fokussierung über mittleren AF Punkt via Fokus Bestätigung
  • Alle Bilder entstanden ‚Out of the cam‘ im JPEG Format
  • Kamera: Einsteiger DSLR – Canon EOS 1100
  • Objektiv: Yashica Auto Yashinon-DX 12

Inhalte:
1.) Zum Start
2.) Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv
3.) Grundlagen des M-42 Gewindes
4.) Der M-42 Adapter
5.) Beispielbilder
6.) Fazit


Das YASHICA ‚Auto Yashinon-DX F/1:2 50mm‘ Objektiv

Beim Auto Yashinon-DX F/1:2 50 mm Objektiv handelt es sich um ein robust gebautes Objektiv. Das Objektiv wiegt mit seiner Metallbauweise gerade einmal 200 Gramm und liegt super in der Hand.

Das Objektiv ist über des gesamten Bereich leicht beweglich und rastet in ganzen Blendenstufen (bis F/16) ein. Der Fokus mit einer Naheinstellgrenze von einem halben Meter ist gleichmäßig leichtgängig. Es hat ein weiches Bokeh, eine milde Schärfe und einen weicheren Kontrast als heutige, moderne Objektive.

Mir gefällt an diesem Objektiv die originale Farbwiedergabe und das weiche Bokeh mit welchem man das gewählte Motiv super freistellen kann. Das fokussieren gelang bei großen Blendenstufen präzise und schnell. Bei den Blendenstufen elf und sechzehn gelang mir die Fokussierung leider nicht. Den Grund dafür kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass das vorhandene Licht zur Fokussierung nicht ausreicht.

Der derzeitige Preis für das gebrauchte Objektiv liegt bei rund 50 Euro.


Grundlagen des M-42 Gewindes

Die Schraubgewinde M39, M40 und M42 bilden den Vorläufer der heute am Markt üblichen Bajonettanschlüsse und wurden bis in die 1970er Jahre hergestellt. Vor allem das M42-Gewinde bietet auch heute noch einen günstigen Zugang zur analogen Spiegelreflex-Fotografie mit hochwertigen Optiken, die für andere Anschlüsse (neu wie gebraucht) meist teurer ausfallen.
In den USA spielt der T2-Anschluss eine ähnliche Rolle wie M42 in Europa. Weitere genormte Gewindeanschlüsse sind das C-Mount und das CS-Mount.

Quelle: Wikipedia


M-42 Adapter:

Den M-42 Adapter gibt es für kleines Geld (<15 EUR) im Internet zu kaufen und er passt auf Grund seiner schmalen Bauweise in jede Fototasche. Es gibt den Adapter sowohl in der rein mechanisch als auch in der Variante mit Chip zu kaufen. Ich habe mich zur Variante mit dem Chip entschieden.

M-42 Adapter mit Chip

M-42 Adapter mit Chip

M42_AF_Chip (7 von 8)

Yashinon Objektiv mit aufgeschraubten M-42 Adapter

Im Gegensatz zur mechanischen Variante besitzt der elektronische Adapter einen Chip, der die AF-Bestätigung der Kamera aktiviert. Eine manuelle Fokussierung ist zwar noch notwendig. Sobald das Objektiv jedoch korrekt scharfgestellt ist, leuchtet im Kamerasucher das AF-Licht auf. Diese AF-Bestätigung hilft beim manuellen Scharfstellen.

Bei meiner EOS 1100D bin ich auf dieses AF Licht angewiesen, da der Austausch der Mattscheibe zur korrekten Fokussierung nicht möglich ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die besten Ergebnisse erzielt, wenn man ausschließlich den mittleren AF Punkt verwendet.

Die Blendeneinstellung erfolgt manuell am Yashica Objektiv (F/2.0 – F/16). Die Belichtungszeit kann entweder manuell an der Kamera eingestellt oder im Zeitautomatik-Modus (Blendenpriorität) von der Kamera berechnet werden.

Vereinzelt kommt es vor, dass die Kamera das Objektiv nicht richtig erkennt, oder eine Fehlermeldung ‚Error‘ anzeigt. In diesem Fall rate ich Dir die Kamera auszuschalten, das Objektiv kurz abzunehmen und wieder anzuschrauben.

Solche Adapter gibt es natürlich auch für andere Kamerahersteller wie Nikon und Sony.


Die Beispielbilder

Die Bilder habe ich allesamt im JPEG Format aufgenommen. Ich wollte Euch damit einen so realitätsnahen und unverfälschten Eindruck zur Wiedergabequalität des Objektivs wie möglich gewährleisten. Mir ist bewusst, dass es noch viele andere Einflussfaktoren zur Wiedergabequalität beitragen, für einen ersten Eindruck sollten diese Bilder allerdings ausreichen.

 

 

Fazit:
Die Arbeit mit dem Yashica Objektiv hat mir sehr viel Spaß gemacht und das Objektiv werde ich sicher weiter behalten und hin und wieder einsetzen. Dennoch überwiegen für mich auf Grund der technischen Restriktionen die Vorteile der modernen Digitalfotografie.

Die analoge Anmutung der Bilder erinnert mich immer wieder an die ersten Gehversuche mit meiner Canon AE-1 und an die zahlreichen Fotodosen die ich als Jugendlicher immer zum Entwickeln gebracht habe.

Euch wie immer ein gutes Licht!
Euer Gerhard

Zum Start

Zitat der Woche (8) / Detlev Motz

Heute ein Zitat von Detlev Motz welches mir auf Grund der beinhaltenden Ironie besonders gut gefällt.
Ich liebe es durch meinem Fotoarchiv zu blättern und sehe neben wunderschönen Erinnerungen  auch die fotografischen Fortschritte über die letzten Monate und Jahre gemacht habe. Diese fotografischen Fortschritte motivieren mich Zeit in dieses wirklich tolle Hobby zu investieren.Ob ich meine Fotos mitnehmen darf, wenn ich mal das Zeitliche segne?


 

„Fotografieren Sie Ihr Leben – wenn Sie es verlieren, haben Sie immer noch das Foto!“


Detlev Motz, ( Geboren 1946) ist ein deutscher Fotograf und beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Fotografie. Detlev Motz ist verheiratet mit Christine Motz die ebenfalls Fotografin ist.Er war 25 Jahre bei der Zeitschrift COLOR Foto beschäftigt. Zuvor war er Verlagskaufmann bei Reader Digest. Sein Buch „Kreative Bildgestaltung in der Fotografie“ wurde 1999 mit dem Kodak Fotobuchpreis ausgezeichnet.

Er gibt das Online Magzin fotoGEN (www.fotoGEN-onlinemagazin.de) mit etwa 200 Seiten pro Ausgabe heraus.


Detlev Motz betreibt eine Homepage und einen Blog der unter http://blog.detlevmotz.de/ aufrufbar ist.

 

Profifoto Magazin

Welches Foto Magazin liest Du?

Update 24.11.2015:
Ich freue mich, dass das Profifoto Magazin über meinen Blog Beitrag einen ReTweet erstellt hat 🙂


Welches Foto Magazin liest Du?

Greifst Du immer zu anderen Magazinen oder hast Du einen Favoriten?

Mein favorisiertes Fotomagazin gibt es nicht in jedem Zeitungskiosk, dafür muss ich einmal monatlich in den Supermarkt.

Ich gehe für gewöhnlich nicht gerne in größere Supermärkte und das Warten an der Supermarkt Kasse kostet mich fast immer sehr viel Nerven, oder besser gesagt die meiner – sehr geduldigen – Frau.  Meine Frau ärgert sich, wenn ich an der Kassenwarteschlange irgendwelchen Schabernack treibe und mich wegen der Warterei langweile.

Für mich gibt es nur einmal im Monat einen wirklich erfreulichen Grund in den Supermarkt einkaufen zu gehen. Nachdem ich mich quälend durch den Textil- und den Elektronikbereich durchkämpfen muss, spüre ich immer die weihnachtliche Freude eines Kindes wenn ich den Zeitungs- und Magazinbereich erreiche.

Im untersten Teil des rechten Regals ziehe ich mir dann die neueste Ausgabe meines Lieblings Foto Magazins ‚PROFIFOTO Magazin für Professionelle Fotografie‘ heraus.
Ich zähle schon seit zwei Jahren zu den Stammlesern des ‚PROFIFOTO Magazin und dies aus mehreren Gründen.

Für das Magazin spricht:

  • Das handliche Format (23,5 mm/31mm) und die gute Papierqualität. Dieses Magazin kann man nach Monaten erneut lesen und das Magazin riecht immer noch als wäre es frisch aus der Druckerpresse gekommen.
  • Silke Güldner’s Kolumne beschäftigt sich mit Business Trends und gibt angehenden bzw. erfahrenen Fotografen Tipps zu den geschäftlichen Aspekten der Fotografie. Darunter fallen Themen wie Vermarktungsstrategien, Markttrends, Kundenbindung und weitere.
  • Im Bereich Portfolio werden Arbeiten von bekannten Fotografen als auch Shooting Stars der Szene vorgestellt. Dieser Bereich bietet mir zum einen Inspiration und zum anderen wertvolles Hintergrundwissen zu den Bildideen und der Motivation der jeweiligen Fotografen.
  • Die Umfragen lese ich nicht immer, diese bieten durch mehrere interviewte Fotografen eine breite Sicht auf aktuelle Fragestellungen der Fotografie und deren künstlerischen Belange.
  • In der Kategorie Recht werden Fragestellungen wie zb. Zur aktuellen Diskussion um die Panoramafreiheit aus Sicht eines Juristen beantwortet.

Neben zahlreichen Informationen zu neuen Kameras, Objektiven und anderer technischen Equipment findet man im Magazin auch Empfehlungen für neue Fotobücher und Bildbände, sowie aktuelle und bevorstehende Termine zu Fotoausstellungen und Messen. Erfreulich ist auch, dass die analoge Fotografie in diesem Magazin nicht untergeht. Man findet unter anderen immer wieder spannende Informationen zu neuen hoch spezialisierten Silberhalogenid Film Produzenten.

Zur Zeitung:
Das vom Fotojournalisten und Publizisten Thomas Gerwers herausgegebene
PROFIFOTO Magazin für Professionelle Fotografie‘ erscheint zehn mal im Jahr und kostet aktuell in Deutschland € 7,80 (Österreich € 9,00; Schweiz: SFR 15,00; Benelux: € 9,40).

Das PROFIFOTO Magazin hat den positiven Nebeneffekt, dass es die Nerven meiner Frau schont. Ich beginne immer schon an der Kassenwarteschlange zu lesen und komme daher auch auf keine dummen Ideen 😉

Bis heute habe ich noch keinen Magazin in den Altpapiercontainer geworfen und halte die
aktuell € 7,80 für gut investiertes Geld.

Bitte schreib mir einen Kommentar, welches Foto Magazin Du liest.

Stay tuned!
Gerhard

Wendeltreppe

Die Wendeltreppe im goldenen Schnitt

Kennst Du die folgende Situation? Dir gefällt eine bestimmte Art von Motiv(en) und Du hast entweder nicht die Möglichkeit es zu fotografieren oder Du weißt auch nicht, wo Du solch ein Motiv bei Dir in der Umgebung finden kannst.

In meinem Fall handelt es sich dabei um eine Wendeltreppe, die dem Prinzip des goldenen Schnitts unterliegt. Wie Du vielleicht schon weißt, hatte ich bereits einmal einen Blogbeitrag über ein Wendeltreppe geschrieben, doch meinem Idealbild vom gewünschten Motiv bin ich bis gestern nicht annähernd näher gekommen.

Meine Frau und ich besuchten gestern das Weltkulturerbe Schloss Augustusburg in Brühl. Das Schloss Augustusburg bietet rund um das Hauptgebäude und im angrenzenden Park, der nach dem Vorbild von Schloss Versailles gestaltet wurde eine Vielfalt an tollen Motiven.

Das Fotografieren im Innenbereich des Schlosses ist für Besucher der Ausstellung strikt verboten.
Dieses Verbot gilt allerdings nicht für den Eintrittsbereich des Schlosses in welchem man den Eintritt für die Ausstellung bezahlt und diverse Souvenirs kaufen kann.

In diesem Eintrittsbereich ist ein Stiegenhaus, welches für Besucher durch ein einfaches farbiges Band gesperrt ist. Meine Neugier ermöglichte mir einen Blick nach ob an die Gebäudedecke des Schlosses. Da war er, der goldene Schnitt der lange gesuchten Wendeltreppe. Ich habe die Wendeltreppe gleich von mehreren Positionen und Perspektiven aus fotografiert. Ich wollte auf jeden Fall ein tolles Bild mit nach Haus nehmen und nur eines davon gefiel mir noch zu Hause vor dem PC.

Als Aufnahme- Herausforderung empfand ich die Bestimmung des richtigen Bildausschnitts und die richtige Belichtung. Das Motiv bestand mehrheitlich aus den Zonen 6-8 (nach Ansel Adams) und ich entschied mich dazu auf die weißen Wände zu belichten. Ich korrigierte die Belichtung um -1 EV und legte den linken Teil des Bildausschnitts an den Beginn des Stiegengeländers zudem achtete ich darauf, dass die linke Stiegenhauswand erst ab dem dritten Stock im Bild sichtbar ist.

Welches Motiv fehlt dir und warum hast Du es bis jetzt noch nicht fotografiert?

Ich bin sehr gespannt auf Deine Antwort und hoffe, dass Du Dein Wunschmotiv bald findest.

Stay tuned!
Gerhard

Blick in meine Foto Tasche

Wirst Du auch immer wieder gefragt, welche Kamera, bzw. welches Equipment Du verwendest?

Meine Antwort ist:
„Das Bild entsteht im Kopf und nicht in der  Kamera!“

Meistens folgt danach die Frage, mit welchen Einstellungen ich dieses Bild aufgenommen habe?
Die elementaren fotografischen Merkmale resultieren aus:

  • Perspektive
  • Bildaufteilung
  • Blende
  • Zeit
  • ISO

Ich möchte Euch an dieser Stelle mein Travel Equipment vorstellen (neben meiner DSLR) und gebe interessierten Einsteigern auch ein paar Tipps, warum gerade diese Dinge in meiner Fototasche zu finden sind.

Zu diesem Equipment zählen:

  • Meine Kompaktkamera:
    Diese Kamera habe ich bei fast allen Gelegenheiten in meiner Tasche. Der Großteil der Blog Bilder sind mit dieser Kamera entstanden. Ich schätze sie sehr auf Grund Ihrer kleinen Bauform , des geringen Gewichts und der in Relation stehenden hohen Qualität.
  • Der geladene Ersatz Akku:
    Es kann Dir nichts blöderes als ein leerer Akku passieren – Kein Akku kein Foto 😦
    Ich verwende Original Akkus.
  • Die Speicherkarte:
    Sinnvoll sind zwei bis drei Speicherkarten. Hintergrund ist die Notwendige Sicherheit und eine in Reserve zu besitzen.  Eine befindet sich generell in der Kamera zum Aufnehmen der Bilder und eine zweite Karte  in der Tasche.
    Ich achte generell auf gute Qualität der Karten und bin bereit dafür den ein oder Euro mehr auszugeben.
    Eine kaputte Karte kann Dir deine schönsten Momente in Sekunden zerstören.
  • Die Tasche:
    Je nach Einsatz Zweck verwende ich unterschiedliche Taschen. Auf Flugreisen setzte ich zudem sichere Kamerafalttücher (Einschlagtücher) da sie kompakt und sicher sind. Für die sonstige Verwendung eine Tasche die nicht als Fototasche sichtbar wird.

Sonstiges Zubehör:

  • Ein USB Kabel:
    Damit kannst Du die Kamera mit dem PC verbinden, die Speicherkarte bleibt geschützt in der Kamera und Du hast die Bilder am PC gesichert.
  • Der Blasebalg:
    Mit einem Blasebalg kannst Du die Kamera von kleinen Staubpartikeln, Sand und sonstigem Dreck befreien. Mir hatte er in einer kritischen Situation schon mehrfach geholfen die Kamera wieder funktionstüchtig zu bekommen.
  • Die Enveloop Akkus:
    Diese Akkus habe ich immer prophylaktisch bei mir. Die kannst Du für verschiedenste Geräte verwenden.  Zum Beispiel Aufsteckblitz, die leere Fernbedienung im Hotel, die Taschenlampe oder sonstige Elektronikgeräte.

Die wesentlichen Dinge habe ich Dir hier beschrieben, die Bilder entstehen jetzt in Deinem Kopf 🙂

Stay tuned!
Gerhard

Equipment

Mein immer dabei Fotoequipment 🙂

Bonn|Lettore

Ich fotografiere und neuerdings rezensiere ich auch. Selbst vor einem Wörterbuch habe ich nicht halt gemacht und ein Wörterbuch hilft Euch sogar, wenn Ihr Einschlafschwierigkeiten haben solltet.

Mehr darüber gibt es auf Bonn|Lettore meinem zweiten Blog zu lesen.

Ich freu mich auf Euch,
Euer Gerhard

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