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Das RAW Format

Wer sich über einen längeren Zeitraum mit der Fotografie beschäftigt wird, sofern die eingesetzte Kamera die entsprechende Funktionalität unterstützt, am RAW Format nicht vorbei kommen.

Gegenüber dem JPEG Format bietet das RAW Format die folgenden Vorteile

  • In diesem Format speichert die Kamera die Messwerte des Sensors vollständig in einer Bilddatei
  • Hoher Belichtungsspielraum in der Entwicklung von +- 2 Blenden Werten
  • Nachträgliches Bearbeiten von Bildern ohne Qualitätsverlust, nicht einmal die Farbtemperatur (Weißabgleich) muss vor der Aufnahme festgelegt werden
  • Deutlich mehr Bildinformation und Details

Ich selbst arbeite nun schon seit ca. zweieinhalb Jahren mit dem RAW Format. Das Bearbeiten des RAW Format’s mit Bildbearbeitungsprogrammen hat mich schnell von der eigentlichen Bildaussage abgelenkt. Ich war der Überzeugung, dass ich die fehlende oder schlechte Bildaussage mit entsprechender Bildbearbeitung retten konnte.

Die Ergebnisse riefen beim Betrachter meiner Bilder vielfach Kritik hervor. So wirkten meine Bilder unnatürlich, unausgewogen und künstlich. Doch mit entsprechender Übung den zuvor bereits richtig gewählten Kameraeinstellungen und einem gut vorbereiteten Motiv lässt sich jeder Aufnahme das I-Tüpfelchen aufdrücken.

Die RAW Entwicklung ist in gewisser Weise mit der individuellen Entwicklungsarbeit in der Analog Fotografie Vergleichbar. So wurden bereits in der Analog Fotografie gezielt auf die Wirkung des Bildes Einfluss genommen in dem gewissen Bildanteile aufgehellt oder abgedunkelt oder genau so weichgezeichnet wurden. Als großer Meister des Aufhellens und Abdunkelns lässt sich sicherlich Ansel Adams bezeichnen. Er war auch der Erfinder des Zonensystems die als eine sehr nützliche Grundlage der Belichtungssteuerung gilt und sich gut für die RAW Fotografie übernehmen lässt.

Draus lässt sich aus meiner Sicht ableiten, dass die RAW Bearbeitung die Bildaussage unterstreicht, diese aber nicht kreiert. Ich will das an einem Beispiel veranschaulichen.

Das erste Bild ist das Bild im RAW Format, wie es unbearbeitet aus der Kamera kommt.

Bild ohne RAW Bearbeitung

Das zweite Bild ist die Version die ich via meines RAW Editors bearbeitet habe.

Bild mit RAW Bearbeitung

Das erste unbearbeitete Bild wirkt lasch, ungesättigt, kontrastarm und langweilig, wo hingegen das zweite Bild knackig, farbenprächtig und dynamisch wirkt.

Durch das RAW Format war es mir möglich den überbelichteten Himmel abzudunkeln und den zu dunklen und Detailarmen See aufzuhellen. Zudem erhöhte ich die Sättigung und modifizierte ich die Farbtöne und passte die Bildschärfe an.

Bei einem JPEG Bild wäre dies nur mit deutlichen Qualitätsverlust möglich gewesen. Der Betrachter der JPEG Version hätte die Bearbeitung als störend und unnatürlich empfunden und sich nicht länger mit dem Bild beschäftigt.

Ein RAW Editor verursacht meist keine gesonderten Kosten, sondern ist wie im Fall von Canon, NIkon und anderen Kameraherstellen bereits als mitgelieferten Kamerasoftware enthalten.

Es lohnt sich also, über den Einsatz der RAW Konverters nachzudenken.

Stay tuned!
Euer Gerhard

Quelle(n):
Christian Westphalen: Die große Fotoschule – Digitale Fotopraxis, Seite 274,588

RAW Software:
Canon – Digital Photo Professional
Nikon Capture NX-D

In Wien mit dem Programm Modus der Kamera

Es ist schon länger mein Ziel mich mehr und mehr von den manuellen Einstellungen und der vielfältig individualisierbaren Kameratechnik zu lösen.

Diese Woche war ich wieder in Wien und ich hab mir vorgenommen, nur mit einer einzigen Einstellung zu arbeiten. Ich habe mich für den ‚P Modus‘ (Programm Modus = Blende / Zeit stellt die Kamera ein) der Kamera entschieden, die S/W Voreinstellung der Kamera gewählt und alle Bilder ausschließlich im JPEG Format fotografiert.

Die durch die Kamera voreingestellte Blende/Zeit Kombination lässt sich auch im Programm Modus ohne weiteres verändern und dadurch habe ich noch immer die Möglichkeit etwa das Freistellen eines Motivs durch öffnen der Blende zu beinflussen.

Mit diesem Modus konnte ich mich voll auf das Motiv konzentrieren, schnell den Bildausschnitt wählen und im richtigen Moment abdrücken. Die richtige Belichtung überlies ich den Automatismen der Kamera.

Ich empfehle Euch auch einmal den ‚P-Modus‘ zu wählen und sich komplett auf die Kamera zu verlassen.

Stay tuned!

Euer Gerhard

Street Style am Wiener Stephansplatz

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So gesehen am linken Seitenschiff des Stephansdoms in Wien

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Der Stephansdom

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Die Anker Uhr

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Wien vom Cobenzel aus gesehen

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Über den Wolken am Flughafen Köln/Bonn

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