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Christian Skrein und die Beatles

Mein Blog ist einerseits eine tolle Beschäftigung und andererseits auch viel Arbeit. Ich schreibe hier primär über den eigenen Weg mit und zur Fotografie und den vielen Erfahrungen die ich dabei sammle. Gleichzeitig möchte ich natürlich auch über aktuelle Ausstellungen, Bücher oder Fotografenportraits informieren.

Jede Woche überlege ich mir verschiedene Themen die ich auf meinem Blog veröffentlichen könnte, schließlich möchte ich meine Leser nicht langweilen oder gar verlieren. Über meine Follower gewinne ich vielfach einen anderen, neuen Einblick in die Welt der Fotografie die mich wiederum inspirieren meinen Blog weiterzuentwickeln.

Heute möchte ich Euch auf eine Beatles Fotoausstellung in Sazburg aufmerksam machen. Ich selbst kann diese Ausstellung aus verschiedenen Gründen leider nicht besuchen, aber die ersten Information über die Ausstellung aus dem Internet verleiteten mich dazu hier auf meinem Blog über die Beatles Ausstellung und den Fotografen Christian Skrein zu schreiben.

Vor 50 Jahren kamen die Beatles für die Dreharbeiten zu ihrem berühmten Film „HELP!“ in die Salzburger Skiregion Obertauern. Der damals 19 jährige Christian Skrein war im März 1966 vor Ort und begleitete die Pilzköpfe bei ihren Dreharbeiten. Die dabei entstandenen Bilder gingen und gehen um die Welt.

Das Salzburg Museum zeigt dazu eine aktuelle Bildausstellung. Christian Skrein war mir bis zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt und es hat mich überrascht, dass es über Skrein weder eine eigene Homepage noch einen Wikipedia Eintrag gibt. Aus diesem Grund habe ich ein wenig im Internet recherchiert und ein paar Informationen zusammengetragen.

Christian Skrein begann in den 1960er Jahren als Fotoreporter, avancierte bald zum Starfotografen der Kunstszene und stieg schließlich zu einem international hoch geschätzten Künstlerporträtisten und Modefotografen auf.

Der Fotograf fotografierte mit seiner Leica das Who ist Who der Prominenz mit klingenden Namen wie Joseph Beuys, Christo, Andy Warhol, Arnulf Rainer, Hundertwasser, Christian Ludwig Attersee oder Hans Hollein. In Pose warfen sich für ihn auch Catherine Deneuve, Gina Lollobrigida, Sean Connery und Grace Kelly.

Gleichzeitig ist Christian Skrein auch ein begeisterter Sammler von Dokumentarfotografie der unter anderen 4500 Bilder der Kubanischen Revolution zusammengetragen hat.

Über die Beatles Ausstellung in Salzburg schreibt das Onlinemedium meinbezirk.at

Für das Salzburg Museum eröffnen sich durch das Gesamtprojekt zwei Möglichkeiten: Einerseits kann die Ausstellung am konkreten Beispiel des Beatles-Besuchs ein Gefühl der gesellschaftlichen Auf- und Umbrüche in Salzburg Mitte der 1960er Jahre vermitteln. Obwohl die Mozartstadt alleine durch die Festspiele bereits über eine jahrzehntelange Erfahrung mit internationalen Starauftritten verfügte, sah sich Salzburg durch die Beatles dennoch erstmalig in dieser Form mit Protagonisten einer neuen Popkultur und Diskussionen über ihre gesellschaftliche Bewertung konfrontiert.

Andererseits kann die Ausstellung mit ihrer Konzentration auf die Bilder Christian Skreins einen musealen Beitrag zur aktuellen Neubewertung von Sichtweisen auf Kontexte und Funktionen fotografischer Bilder leisten. Gegenwärtig werden u.a. Mode- und Reportagefotografien sowie wissenschaftliche und journalistische Aufnahmen laufend in (Kunst)Museen entdeckt, in ihrer bildtheoretischen Bedeutung verhandelt und hinsichtlich ihrer veränderten Rezeption- und Wirkungsgeschichte erörtert. „

Es gibt also Grund genug die Ausstellung von Christian Skrein in Salzburg zu besuchen.

Stay tuned!
Euer Gerhard

Ausstellung:

Salzburg Museum, Neue Residenz, Mozartplatz 1

Fotografien von Christian Skrein.
Di-So 9-17 Uhr

Quellen:

Meinbezirk.at
http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/kultur/help-die-beatles-in-salzburg-fotografien-von-christian-skrein-d1227901.html

DerStandard.at
http://derstandard.at/1356427311886/Christian-Skrein—Die-Mona-Lisa-der-Fotografie

jungundjung.at
http://jungundjung.at/content.php?id=3&a_id=111

Leica Galerie Sazburg
http://www.leica-galerie-salzburg.at/vorschau.html

Harald Schmitt – kein Komiker

Gewiss, fast jeder von meinen Lesern kennt den Late Night Talker, Komiker und Entertainer Harald Schmidt. Doch wer von Euch kannte bis heute Harald Schmitt?
Harald Schmidt und Harald Schmitt sind sogar gemeinsam auf einem Foto verewigt, aber beide haben bzw. hatten einen völlig unterschiedlichen Beruf.

Der am 02. März 1948 in Hausen bei Mayen geborene Harald Schmitt zählt wohl zu den profiliertesten internationalen Reportagefotografen der sechs mal den World Press Award erhielt.

Im Jahr 1976 gewann Schmitt beim World Press Award den ersten Preis in der Kategorie ‚Portrait‘ für die Aufnahme von ‚Indira Gandhi‘. Schmitt arbeitete 33 Jahre für das deutsche Nachrichtenmagazin ‚Stern‘.

Ich bin mir sicher, dass viele von Euch schon einmal ein Foto von Harald Schmitt gesehen haben, aber die wenigsten von Euch können es ihm zuordnen oder kennen gar sein Buch:

Auf den Punkt – 33 Jahre als Fotoreporter für den stern

Auf dieses Buch bin ich kürzlich gestoßen als ich auf der Suche nach einem Buch über Fotoreportage war.

Harald Schmitt beschreibt in diesem dreihundertdrei Seiten starken Bildband, wie die von Ihm bekanntesten und eindrucksvollsten Fotoreportagen entstanden sind. Es ist erstaunlich welche Akribie in der Vorbereitung für diese Reportagen erforderlich war.

Es beeindruckt mich welche Passion Harald Schmitt auf sich nehmen musste um die Leser des Sterns solch tolle Geschichten mit seinen Bildern erzählen konnte. Mir war nicht bewusst, welcher Aufwand für eine gute Fotoreportage getrieben werden muss und wie viel Beobachtungsgabe, Geduld und Ausdauer die Grundvoraussetzungen für ein wirklich gutes Bild vonnöten sind.

Mir persönlich gefällt das Portrait von Jassir Arafat am besten. Für dieses Portrait erhielt Harald Schmitt den dritten Platz in der Kategorie ‚Portait‘ beim World Press Award im Jahr 1975.

Mir gefällt:

  • Der Bildaufbau, Bildschnitt (Arafat im rechten unteren Bildeck, die Siegerpose diagonal über zwei drittel des Bildes
  • Das Hochformat, welches den gewählten Bildaufbau überhaupt erst möglich machte

Das schlichte Schwarz/Weiß dieses Fotos unterstreicht die Bildaussage und ist für mich der Baustein welcher das Bild vollkommen macht.

Ich empfehle Euch das im Addison-Wesley Verlag erschienen Buch und den Besuch von Harald Schmitts Internetauftritt.

Stay tuned
Euer Gerhard

ISBN: 978-3-8273-3026-0
Internetauftriff: www.harald-schmitt.com

33 Jahre Fotoreporter für den stern

Zenit 12 XP, Auf den Punkt – 33 Jahre Fotoreporter für den stern