Reisebericht Hamburg – Tag 2


In Hamburg regnet es, in Hamburg ist es kalt, in Hamburg bläst einem der kalte Wind um die Ohren. Wer Hamburg besucht, sollte immer genügend Wärmende und vor Nässe schützende Kleidungsstücke mit sich haben. Wir haben den zweiten Tag für eine Hafen- und eine Stadtrundfahrt genutzt. Ich rate jedem Besucher der Stadt die große Geldtasche einzupacken, die eine Stunde Hafenrundfahrt kostete uns  20 Euro, die Stadtrundfahrt on Top noch einmal 16 Euro pro Kopf und Nase. Aus diesem Grund lohnt es sich für Besucher die länger vor Ort  sind genauer hinzusehen und Kombiangebote zu wählen, diese sind meist ein paar Euro günstiger, man ist allerdings an einen bestimmten Anbieter gebunden.

Die Hafenrundfahrt dauerte rund eine Stunde, führte uns durchs Hafenviertel vorbei am Museumsschiff ‚Rickmer Rickmers‘ zu weiteren Museumsschiffen und dann erblickt man auch gleich die neu gebaute Elbphilharmonie kurz Elphi genannt, von deren Balkon aus man große Teile des Hafens und der Stadt überblicken kann. Diesen Balkon kann man kostenlos aufsuchen, muss sich allerdings vorab ein Ticket besorgen, damit man durch die Drehkreuze kommt. Gleich angrenzend an die Elbphilharmonie entsteht in den nächsten Jahren die Hafencity, ein komplett neuer Stadtteil mit architektonischen Meisterwerken deren Wohnungen für mich als Normalverdiener ein Leben lang unbezahlbar bleiben werden. Angeblich wohnt in einem der Wohnung Deutschlands Lieblingsschwiegertochter Helene Fischer, doch das konnte ich nicht für Euch verifizieren.

Der Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen

Man erfuhr vom vortragenden Kapitän, dass von Hamburg aus, via der ‚Grimaldi Lines‘ Schrottautos nach Westafrika verschifft werden. In Deutschland dürfen diese Autos nicht mehr gefahren werden, in Westafrika werden sie jedoch weiterverwendet. Ich möchte ungern die moralische Keule schwingen, dennoch hinterlässt der Gedanke an die kaputten Autos in Westafrika bei mir ein komisches Bauchgefühl.

Grimaldi Lines

Ein Schiff der Grimaldi Lines am Weg nach Westafrika

Weiter ging es vorbei an verschiedenen kleineren Trockendocks zu einer Schleuse in welcher das Elbwasser vom Hafenwasser getrennt wird. Diese Schleuse dient hauptsächlich dazu Sand und ähnliche Verunreinigungen vom Hafen fernzuhalten. Apropos Verschmutzung, große Containerschiffe dürfen den Hafen an Stelle des sonst verwendeten Schweröl nur mit Gas betriebenen Turbinen befahren.

Leider waren gestern nur wirklich wenig große Schiffe vor Ort im Hafen und so waren für mich die großen Bloom und Voss Trockendocks das Highlight der Hafenrundfahrt. Dort konnte man einen Blick auf die Fregatte F 223 der deutschen Marine als auch auf reparaturbedürftige Luxusyachten katarischer Scheichs werfen.

Zum Glück hatten wir während der ganzen Fahrt ein gutes Wetter und so entschieden wir uns das Wetter auszunutzen und die Stadtrundfahrt hintan zuhängen. Die Stadtrundfahrt wird mit Doppeldeckerbussen angeboten. Wir wurden vom Busfahrer Martin und von der Stadtführerin Inez durch die Stadt geführt. Dabei erfuhren wir, dass Hamburg mehr Brücken als Venedig und Amsterdam zusammen hat. Verdrehte Welt, die Hamburger U-Bahn hat mehr oberirdische als unterirdische Kilometer  die S-Bahn hingegen führt über mehr unterirdische als überirdische Kilometer. Die Hamburger Morgenpost wird am Vorabend ausgeliefert, währenddessen das Abendblatt am darauffolgenden Morgen ausgeliefert wird.

Doppeldeckerbus

Doppeldeckerbus

Bis in die fünfziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war es nicht möglich die Außenalster Strandnah zu umrunden, weil die dortigen Grundstücke den reichen Bürgern gehörten. Erst zum ersten Mai 1953 wurden diese nun enteigneten Abschnitte durch den regierenden Bürgermeister Max Brauer der Öffentlichkeit übergeben.
Pikantes Detail am Rande, die dortigen WC Häuschen, die heute zu kleinen Kaffeehäuser umgebaut sind, machten deren Besitzer zum Millionär. In Amerika heißt es vom Tellerwäscher zum Millionär, im Hamburg müsste man wohl sagen „Vom Scheisshäusl Betreiber zum Millionär“

Dort an die Außenalster angrenzend gibt es eine Straße, die auf Grund der hohen Verkehrsbelastung gegenüber dem Morgen am Abend genau in die andere Richtung als Einbahnstraße geführt wird. Ihr erwartet Euch jetzt sicher noch einen ausführlichen Bericht über alle Sehenswürdigkeiten die wir während der Rundfahrt gesehen haben, doch das würde diesen Blog förmlich mit Inhalten überschwemmen und die Arbeit möchte ich mir sparen.

Für heute reicht es, morgen schreibe ich Euch noch über unser Abendessen im Portugieser Viertel und über weitere Erlebnisse aus Hamburg.

Stay tuned!
Euer Gerhard

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